Lesung und Gespräch mit Karin Kalisa

Mittwoch, 5. November 2015

Lesung und Gespräch mit

„Karin Kalisa – „Sungs Laden““

Am Anfang ist es nur eine alte vietnamesische Holzpuppe, die in der Aula einer Grundschule Kin-der und Lehrer bezaubert. Noch ahnt keiner, dass binnen eines Jahres der Prenzlauer Berg auf den Kopf gestellt werden wird: Das Szene-Viertel entdeckt seinen asiatischen Anteil und belebt seine anarchisch-kreative Seele neu.

In diesem wunderbaren Roman werden ständig Vorurteile und bürokratische Hürden über den Haufen geworfen. Es entsteht eine berührende, mit Leichtigkeit gepaarte Solidarität in der Nachbarschaft! Ein gelungenes Beispiel für Integration, ein Appell, über den eigenen Tellerrand zu schauen.

Kalisas größtes Kunststück ist, diese Geschichte, dieses kleine Sommermärchen, so leicht und beschwingt zu erzählen; so wohltuend warmherzig, dass man sich fragt, warum es eigentlich nicht häufiger solche wunderbaren kleinen Bücher gibt, die das Schöne im Menschen, das Schöne in den menschlichen Möglichkeiten besingen.

Karin Kalisa, geboren 1965, lebt nach Stationen in Bremerhaven, Hamburg, Tokio und Wien seit einigen Jahren im Osten Berlins. Sowohl als Wissenschaftlerin als auch mit dem Blick einer Literatin forscht sie in den Feldern asiatischer Sprachen, philosophischer Denkfiguren und ethnologi-scher Beschreibungen. „Sungs Laden“ ist ihr erster Roman.

Cactus Buchladen und “Die Förderer” laden zu diesem Abend ein

Beginn: 19:30 Uhr, Veranstaltungsort: CACTUS-Buchladen in Landau

Reise in die deutsche Vergangenheit

Gelungener Ausflug des Vereins „Die Förderer“ nach Nürnberg.

„Wenn Engel reisen, strahlt die Sonne“ Dies galt ganz besonders für die Fahrt des Vereins „Die Förderer e.V.“ nach Nürnberg am letzten Sonntag. Während es in Niederbayern weitgehend trüb blieb, herrschte in Nürnberg strahlender Sonnenschein. So wollte das Wetter gar nicht so sehr zu dem trüben Kapitel der deutschen Geschichte passen, welches als erstes auf dem Programm stand. Erstes Ziel war nämlich das Reichsparteitagsgelände am Dutzendteich mit dem dortigen Dokumentationszentrum, welches sich mit der dunklen Vergangenheit der Stadt auseinandersetzt. Die Ausstellung „Faszination und Gewalt“ zeichnet ein Bild der Stadt als einem Ort der Opfer und vor allem der Täter. Mit einem neuen museumspädagogischen Konzept ist es gelungen, den Nachgeborenen einen nachhaltigen Eindruck der damaligen Ereignisse zu vermitteln. Mit diesem Dokumentationszentrum wurde ein Teil der sog. Kongresshalle, einem Monumentalbau jener Zeit, einer vernünftigen Nutzung zugeführt, wohingegen andere denkmalgeschützte Überreste dieses Geländes schwer auf der Tasche des Steuerzahlers lasten, weil man sie für Millionenbeträge erhalten bzw. sanieren muss.

Nach dieser schweren Kost freute man sich darauf, in der Innenstadt Nürnberger Bratwürste zu genießen, wo zur Überraschung aller reges Treiben auf den Straßen herrschte, da an diesem Wochenende in Nürnberg im Rahmen der Offenen Tür viele Einrichtungen und Institutionen für die Allgemeinheit geöffnet hatten. So verging die Zeit viel zu schnell, denn um 17:00 Uhr traf man sich auf dem Johannisfriedhof zur Heimfahrt. Dieser uralte und äußerst sehenswerte Friedhof im Nordosten der Stadt nicht weit außerhalb der ehemaligen Stadtmauer beeindruckte sehr. Wer auf Dürers Spuren unterwegs ist, landet unweigerlich hier: vor der schlichten Steinplatte seines Grabmals. Auch auf andere berühmte Namen stößt der Besucher: Veit Stoß, Martin Behaim, der Philosoph Ludwig Feuerbach oder William Wilson, der Lokomotivführer der ersten deutschen Eisenbahn, die 1835 zwischen Nürnberg und Fürth ihren Betrieb aufnahm. Eng liegen die schlichten Grabplatten aneinander, so dass es manchmal schwer ist, ein bestimmtes Grab zu finden.

Pünktlich trafen sich schließlich alle Ausflugsteilnehmer, und nach einem letzten Andenkenfoto machte man sich wieder auf die Heimfahrt. Der Vereinsvorstand der Förderer Dr. Ludwig Husty dankte im Bus den Organisatoren dieser Fahrt Andreas Obermeier und Edith Steghafner für diesen äußerst gelungenen Ausflug in die deutsche Geschichte.

Oktober 2015 – Erster Schultag

Beim Ausstellungsstück des Monats geht es derzeit um den

 

Ersten Schultag

Eine Schulbank aus Holz mit einer Vertiefung für das Tintenglas, Griffel, Federhalter mit Stahlfeder, Hefte mit Schreib- und Rechenaufgaben und Schulbücher – bei jedem weckt das Erinnerungen an die eigene Schulzeit.
Dazu gibt es Fotos, die eine ganze Klasse oder auch einzelne Schüler mit und ohne Schultüte zeigen.
Auch Schulranzen sind ausgestellt. Man sieht, wie sich Größe, Form und Material im Lauf der Zeit geändert haben.
An der Wand hängen Bilder mit Motiven aus bekannten Märchen. Der Lehrer hängte solche Bilder auf und gab damit das Thema vor über das die Schüler einen Aufsatz schreiben sollten.
Es geht um die Zeit zwischen Mitte der 50er bis zu den 70er Jahren. Die Ausstellungsstücke stammen von Landauern und die Schulbank aus der Landauer Grundschule.