Besuch vom Rotary-Club

Besuch vom Rotary-Club

Im Rahmen ihres Meetings besuchten die Mitglieder des Rotary Club Dingolfing-Landau mit ihrem Präsidenten Dr. Markus Thannhuber das Heimatmuseum.

Dr. Ludwig Husty, 1. Vorsitzender der Förderer, referierte über die Arbeit des Vereins „Die Förderer e. V.“ und das Heimatmuseum. Besonders die Entwicklung vom Handwerkerhaus zum Museum stieß auf großes Interesse. Im Jahr 1958 wurde das Museum eröffnet, aber bauliche Mängel führten 1991 zur Schließung und Wiedereröffnung im Jahr 1998. Seitdem leisten das Museum und der Trägerverein einen wichtigen Beitrag zum kulturellen Leben der Stadt Landau. Neben der Ausstellung und dem Stück des Monats finden regelmäßig Ausstellungen und Führungen statt, das Haus ist Gastgeber für zahlreiche Veranstaltungen, Lesungen und Ausstellungen.

Die gestiegenen Anforderungen an Brandschutz und Sicherheit machten eine erneute Sanierung notwendig. Bereits im Dezember hatte der Rotary-Club das Museum besucht und im Rahmen einer Museumsführung von den notwendigen Umbau- und Sanierungsmaßnahmen erfahren.

Die Club-Mitglieder zeigten großes Interesse und unterstützten die Arbeit mit einer sehr großzügigen Spende. Die Förderer bedankten sich mit ihrer Einladung und einem kleinen Imbiss.

Stadtführung

Stadtführung

mit Manfred Niedl

 

 

Am Dienstag, den 15. Mai 2018 trafen sich die Förderer zu ihrem monatlichen Treffen. Auf der Tagesordnung stand eine Stadtführung mit Manfred Niedl, der stadtprägende Gebäude vorstellte und die neue Beschilderung erklärte.

Seit März 2018 wurden zwölf Gebäude mit Informationstafeln versehen, darunter historische Gebäude im Eigentum der Stadt Landau, Kirchen und das Heimatmuseum. Anhand der Tafel am Heimatmuseum erklärte Stadtarchivar Manfred Niedl den Aufbau dieser Tafeln. Für die Beschreibungen der Gebäude wurden die Beschreibungen vom Landesamt für Denkmalpflege übernommen, das Design zeigt das Stadtwappen und die rote Welle der Corporate Identity der Stadt Landau. Geplant ist, zwölf weitere Gebäude mit Infotafeln zu versehen.

 

In der unmittelbaren Nähe des Heimatmuseums befand sich früher ein historisches Geschäftshaus, das sogenannte Ölhard-Haus. Der Abriss hinterließ eine Lücke. Für das Kanzler-Haus ist nachgewiesen, dass dort bereits in der Mitte des 17. Jahrhunderts eine Brauerei bestand.

 

Weitere Gebäude, deren Geschichte vorgestellt wurde waren die frühere Knabenschule, in der heute die Montessori-Schule untergebracht ist, das Gerhardinger-Haus, das frühere Landratsamt am Marienplatz sowie das Rathaus. Das aktuelle Rathaus, das 1950 fertig gestellt wurde, ist mindestens das dritte Rathaus, das an dieser Stelle steht. Nach dem Brand von 1743 wurde das an dieser Stelle befindliche Rathaus wieder aufgebaut, das 1945 durch den Beschuss der Amerikaner zerstört wurde. Im Keller des heutigen Rathauses befand sich früher eine öffentliche Badeanstalt, ein so genanntes „Tröpferlbad“.

 

Die Geschichte meinte es mit Landau nicht immer gut, im Rahmen des österreichischen Erbfolgekrieges nahm die Stadt großen Schaden und erholte sich lange Zeit nicht davon. Manfred Niedl zitierte den Reformer und Aufklärer Josef von Hazzi, der um 1800 über die Stadt schrieb: „Nun nach Landau, wo man mir schon voraus sagte, dass man wegen des schlechten Wegs das Halsbrechen riskiert. Die Stadt ist am Berg hingelehnt, schlecht gebaut … Man findet nicht einmal ein ordentliches Wirtshaus, überall Schmutz und Elend. Landau besteht meist aus Bettlern, selbst die 13 Brauer sind nicht in guten Umständen. Seit dem Krieg von 1742 kann sich Landau nicht mehr erholen.“

 

Am Oberen Stadtplatz fanden neben dem Kastenhof mit Kastnerhaus das Wegmann-Haus, das Weiße Rößl, die Stadtapotheke, die 1803 als erste und lange Zeit einzige Apotheke in Landau gegründet wurde, das frühere Kaufhaus Zinner / Angstl und  das Haus des Hufschmieds Anton Zettl Erwähnung. In der Gaststätte „Zum Oberen Krieger“, die seit dem Jahr 1677 als Gaststätte urkundlich belegt ist, beendete Manfred Niedl den äußerst interessanten und informativen Rundgang.

 

Skizzen der Brüder Stoiber

Skizzen der Brüder Stoiber

Um das Jahr 1840 kamen die ersten Sammelbildchen auf den Markt. Die Stollwerck-Bilder waren die ersten dieser Bilder, die den Verkauf fördern sollten. Die Idee geht auf Franz Stollwerck (1815 – 1876) zurück, der bereits ab 1840 „Bilder –Chocolade“ oder „Photographie – Chogolade“ produzierte.

Es kann angenommen werden, dass Franz Stollwerck während seiner Gesellenzeit im Kaufhaus „Au bon marche“ inspiriert wurde, das den Kunden nach dem Einkauf Bildpräsente übergab, die auf der Rückseite eine Kalender oder Firmenwerbung trugen und sie zum Wiederkauf motivieren sollten. Die Kundschaft war von dieser Idee derart begeistert, dass Aristide Boucicaut, der Inhaber des Kaufhauses, die Herausgabe von Bilderserien veranlasste. 1898 wurde nach einen Preisausschreiben über Reklamekunst der erste Sammelalbum mit dem Titel „Stollwercks – Album No. 1“ herausgegeben. Das Sammelalbum wurde im Kleinformat 23,5 X29 cm sowie Großformat 26 x 37 cm produziert.

Sammelalben

Sammelalben

Um das Jahr 1840 kamen die ersten Sammelbildchen auf den Markt. Die Stollwerck-Bilder waren die ersten dieser Bilder, die den Verkauf fördern sollten. Die Idee geht auf Franz Stollwerck (1815 – 1876) zurück, der bereits ab 1840 „Bilder –Chocolade“ oder „Photographie – Chogolade“ produzierte.

Es kann angenommen werden, dass Franz Stollwerck während seiner Gesellenzeit im Kaufhaus „Au bon marche“ inspiriert wurde, das den Kunden nach dem Einkauf Bildpräsente übergab, die auf der Rückseite eine Kalender oder Firmenwerbung trugen und sie zum Wiederkauf motivieren sollten. Die Kundschaft war von dieser Idee derart begeistert, dass Aristide Boucicaut, der Inhaber des Kaufhauses, die Herausgabe von Bilderserien veranlasste. 1898 wurde nach einen Preisausschreiben über Reklamekunst der erste Sammelalbum mit dem Titel „Stollwercks – Album No. 1“ herausgegeben. Das Sammelalbum wurde im Kleinformat 23,5 X29 cm sowie Großformat 26 x 37 cm produziert.

Simplicissimus

Simplicissimus

Der Simplicissimus war eine satirische Wochenzeitung, die vom 4.April 1896 bis 13.September 1944 erschien.

Herausgeber waren Albert Langen und Frank Wedekind. Mit dieser Zeitschrift zielten sie auf die wilhelminische Politik, die bürgerliche Moral dieser Zeit, die Kirchen, die Beamten und Juristen und das Militär. Die bekanntesten Zeichner waren: Karl Arnold, Olaf Gulbransson, Wilhelm Schulz, Rudolf Wilke, Bruno Paul.

In der Redaktion arbeiteten Schriftsteller und Journalisten wie Frank Wedekind, Ludwig Thoma, Hermann Hesse, Bruno Frank, Peter Scher, Robert Walser, Erich Kästner, Arthur Schnitzler, Heinrich und Thomas Mann u. a. In den ersten Jahren gab es große Überschneidungen mit den Illustratoren der ebenfalls in München erschienenden Konkurrenzzeitschrift „Jugend“. Der Simplicissimus soll am 4.April 1896 mit einer sehr hohen Auflage gestartet sein. Die Rede ist von 300000 Exemplaren, die jedoch weitgehend unverkauft blieben. Die hohe Startauflage war sicherlich eine PR-Strategie von Albert Langen, der von Beginn an am Mythos seiner Zeitschrift arbeitete.

 

 

Fahrschule früher

Fahrschule früher

Kleine Geschichte des Führerscheins:

Die erste Fahrerlaubnis in Deutschland wurde im Jahre 1888 für Carl Benz, den Erfinder des Automobils, ausgestellt. Für ganz Deutschland wurde die erste Fahrerlaubnis am 1. Mai 1909 ausgestellt und sie blieb in ihren wesentlichen Teilen gültig bis zum Erscheinen der EU-Fahrerlaubnis-Verordnung vom 1. Januar 1999. Die erste private Fahrschule wurde 1904 in Aschaffenburg eröffnet.

Das Reichsgesetz über den Verkehr mit Kraftfahrzeugen vom 3. Mai 1909 brachte erstmals eine einheitliche rechtsverbindliche Regelung für das gesamte Deutsche Reich. In dieser ersten Reichs-Straßenverkehrsordnung wurden Verkehrsregeln definiert und die Höchstgeschwindigkeit für alle Fahrzeuge auf 15 km/h begrenzt. Der Ausstellung eines Führerscheines an eine Frau musste der Ehemann oder Vater zustimmen. In Leipzig erwarb 1909 eine Frau Amalie Hopper als erste Frau in Deutschland den Führerschein. Es dauerte bis 1958 bevor sich Frauen unabhängig vom Einverständnis ihres Ehemanns oder Vaters in einer Fahrschule anmelden durften.

Störnähmaschinen

Störnähmaschinen

Störnäherin oder Störschneiderin ist der Name für eine Schneiderin, bzw. Näherin, die keine eigene Werkstatt hatte. Die Störnäherin kam auf den Hof, um kaputte Kleidungsstücke auszubessern und neue zu nähen. Sie blieb so lange, bis alles fertig war. Ihr Werkzeug brachte sie mit. Jede Näherin hatte ihre eigene Nähmaschine, die sie von Arbeitsplatz zu Arbeitsplatz trug. Zwei solcher Nähmaschinen präsentiert Museumsleiter Klaus Klobe. Auf den guten Stücken wurde von Arbeitskleidung bis zum Sonntagsgewand alles genäht, entsprechend geschickt musste die Schneiderin sein.

 

Schule früher

Schule früher

Eine Schulbank aus Holz mit einer Vertiefung für das Tintenglas, Griffel, Federhalter mit Stahlfeder, Hefte mit Schreib- und Rechenaufgaben und Schulbücher – bei einigen von uns weckt das Erinnerungen an die eigene Schulzeit.
Dazu gibt es Fotos, die eine ganze Klasse oder auch einzelne Schüler mit und ohne Schultüte zeigen.
Auch Schulranzen sind ausgestellt. Man sieht, wie sich Größe, Form und Material im Lauf der Zeit geändert haben.
An der Wand hängen Bilder mit Motiven aus bekannten Märchen. Der Lehrer hängte solche Bilder auf und gab damit das Thema vor, über das die Schüler einen Aufsatz schreiben sollten.
Die Ausstellungsstücke stammen aus der Zeit von 1950 bis 1970 und stammen von Landauer Bürgern,  die Schulbank aus der Landauer Grundschule.

 

Zwei Fahrräder

Zwei Fahrräder

Zu sehen ist ein Herrenfahrrad „V.W Nürnberg“. Mit diesem Fahrrad fuhr der Eichendorfer Marktkämmerer Max Hark von 1949 bis zur seiner Pensionierung im Jahr 1972  jeden Tag bei Wind, Schnee, Regen von der Mozartstraße zum Rathaus. Sein Auto benützte Herr Max Hark nur für Fahrten in die Kreisstadt Landau.
Nach einer Erzählung wurde es einmal beinahe als Sperrmüll angesehen und konnte erst nach großer Laufarbeit wieder zurückgeholt werden.
Daneben ist ein Damenfahrrad „Vaterland“ zu sehen. Dieses wurde von Frau Elisabeth Hark zum täglichen Einkauf und sonstigen Fahrten z.B. zum Kindergarten gebraucht.

 

 

Kirchenmodell

Kirchenmodell

Bei diesem Modell werden nach Einwurf einer Münze zunächst einige Lämpchen eingeschaltet und dann ertönt Glockengeläut, bis sich schließlich die Kirchenpforte öffnet und ein Christkind erscheit, das den Segen spendet.
Gebaut wurde dieses Modell von der Firma Josef Saum aus Salmünster/Hessen und es hat die Seriennummer 781. Das Herstellungsjahr oder andere Angaben über diese Firma sind leider nicht mehr in Erfahrung zu bringen. Vermutlich wurde es in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts gebaut und die Firma Saum hat wahrscheinlich neben ähnlichen Objekten auch Spieluhren gebaut. Es ist auch unbekannt, wie es nach Landau kam, aber es hatte lange Zeit seinen Platz in der Steinfelskirche. Irgendwann kam es in den Speicher der Kirche und sollte bei der Renovierung derselben im Abfall landen. Dort hat es Herr Alfred Erdl aus Landau gefunden und restauriert. Nach dem Tod von Herrn Erdl schenkte seine Witwe das Modell dem Heimatmuseum.

 

Bier und Bierkultur

Bier und Bierkultur

Vor 500 Jahren, am 23. April 1516, wurde durch die bayerischen Herzöge Wilhelm IV. und Ludwig X. in Ingolstadt eine Landesordnung erlassen. Eine Textpassage betraf die Zutaten zur Bierherstellung und die Bierpreise. In einem Sitzungsprotokoll des bayerischen Landtages wurde am 4. März 1918 diese Textpassage zum ersten Mal als “Reinheitsgebot” bezeichnet. Ab Mitte des 20. Jahrhunderts erlangte der Begriff zunächst als “bayerisches Reinheitsgebot” und später als “deutsches Reinheitsgebot” große Popularität..

Aus diesem Anlass dreht sich bei dem Stück des Monats alles ums Bier. Zu sehen sind Bierkrüge und -gläser, Bier-„Fuizl“, Flaschen, Flaschenverschlüsse, Abrechnungsbücher und Lieferscheine, Urkunden und Bilder. Aus den Abrechnungsbüchern geht z.B. hervor, dass während der Inflation 1923 eine Halbe 32599 Mark gekostet hat.

Ausgestell sind auch Dinge, die neben dem Bier zur Wirtshauskultur dazugehören. Unter anderem sind das Schnupftabakdosen, Senftöpfe, Spielkarten oder auch Dauerbrezen.

 

Sockenstrickmaschine

Sockenstrickmaschine

Ausstellungsstücke des Monats sind zum einen eine Mangel, die dem Museum von Herrn Apfelböck gespendet wurde und Strickmaschinen, die uns von Frau Frau Mathilde Wimmer aus Oberhöcking überlassen wurden. Wer Erfahrung im Umgang mit antiken Sockenstrickmaschinen hat, möge sich bitte bei uns melden ).

Versehgarnituren

Versehgarnituren

In den christlich geprägten Gebieten ist es üblich, im November der Verstorbenen zu gedenken und so nimmt sich das Stück des Monats im November auch dieses Themas an.
In reichen Haushalten gab es bereits seit dem 16. Jahrhundert Standkreuze neben den Betten, die dann auch für die Sterbesakramente verwendet wurden. Anfang des 20. Jahrhunderts fand dieser Brauch in den katholischen Gebieten Einzug in die bürgerlichen Haushalte. Zum Standkreuz kamen dann noch ein verziertes Tablett, möglichst aus Silber, sowie einige kleine Schalen und zwei Kerzenständer dazu. Solche Garnituren waren ein typisches Hochzeitsgeschenk oder ein Teil der Aussteuer. Die Schalen nahmen Krankenöl und Weihwasser auf. Ein Priester, der zu einem Versehgang gerufen wurde, brachte das Krankenöl und das Weihwasser mit, während die Familie die Versehgarnitur neben dem Bett des Kranken aufgestellt hat. Dieser Brauch wurde bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts gepflegt.

Erstkommunion

Erstkommunion

Ausgestellt sind verschiedene Kerzen, wie sie als Kommunionkerzen verwendet wurden. Die früheren Kerzen sind etwas dünner, da Wachs damals noch sehr teuer war. Später wurden die Kerzen dicker, waren aber noch immer reich verziert.

Oft fielen die Kerzen aber leider Raufereien zum Opfer. So auch die ausgestellte Kerze, die mehrfach gebrochen ist und nur noch vom Docht zusammengehalten wird.

Daneben werden einige, für die vergangene Zeit typische Geschenke zur Erstkommunion gezeigt, wie zum Beispiel Rosenkränze und Gebetbüchlein.

 

Puppenküche

Puppenküche

Puppenküche und Kaufladen – früher, als die Geschlechterrollen streng aufgeteilt waren, ein beliebtes Spielzeug für Mädchen.
Die hier ausgestellte Puppenküche wurde von Frau Ruth Wolfertseder dankenswerterweise dem Museum als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt.
Um 1905 hergestellt bekam sie Ruth Wolferseder von ihrer Mutter geschenkt und sie diente nicht nur ihr, sondern auch ihren Töchtern und Enkeltöchtern als Spielzeug.

Grundig und Landau

Grundig und Landau

Die Firma GRUNDIG (Hauptsitz war in Fürth, später in Nürnberg) hatte auch in Landau eine Produktionsstätte. Leider existieren keine Informationen mehr, welche Geräte hier in Landau gefertigt wurden. Das Werk in Landau wurde 1981 geschlossen, im April 2004 musste der Grundig-Konzern Insolvenz anmelden.
Die Marke GRUNDIG ging an die türkische Firma Beko.
Ausgestellt sind ein Radioempfänger Modell 2012 (Baujahr ca. 1953) sowie ein Cassettenrecorder, Modell CN830, mehrere Magazine aus dieser Zeit mit Berichten über Grundig-Geräte sowie ein Bericht in der Landauer Zeitung über das Landauer Werk und ein Spiegelbericht über den Niedergang von Grundig. Ein Foto des Werkes ist ebenfalls zu sehen. Das Gebäude wird jetzt von der Firma Einhell genutzt.

Nachtrag

Diese Ausstellung erzeugte große Resonanz und es kamen in der Folge noch weitere Exponate und Informationen über das Werk Landau dazu. Zu sehen ist noch ein weiterer Rundfunkempfänger Modell 3068 sowie ein Tonbandgerät Modell TK5. Beide Radios wurden im Werk Landau gefertigt.

Hindenburglichter

Hindenburglichter

Diese einfachen Lichter wurden nach Paul von Hindenburg benannt, der im 1. Weltkrieg Generalfeldmarschall war und später zum zweiten Reichspräsidenten der Weimarer Republik gewählt wurde. Die Lichter dienten im ersten Weltkrieg vor allem in den Schützengräben zur Beleuchtung. Sie bestehen aus einem Gefäß aus fettgetränktem Papier, das mit Talg gefüllt ist und einen sehr breiten Docht hat. Auch im zweiten Weltkrieg wurden sie bei Verdunklungsanordnung als Beleuchtung verwendet.

Ein Nachfolger dieser Hindenburglichter („hibuli“) sind in unserer friedlichen Zeit die Teelichter.

Historische Waage

Historische Waage

Im Februar 2015 jährte sich zum 25. Mal der Todestag von Josef Ölhart. Er besaß einen Kramerladen und galt in Landau als Original. Er wurde 99 Jahre alt. Zur Erinnerung an Josef Ölhart und seinen Kramerladen wurde die Waage aus dem Kramerladen als Stück des Monats ausgewählt.

Das „Ölhart-Haus“ stand gleich neben dem Museum, heute ist dort ein Parkplatz. Das Haus wurde 1994 abgerissen.

Arthur Piechler

Arthur Piechler

Zum seinem 120. Geburtstag zeigt die Monatsausstellung im Heimatmuseum Erinnerungen an Arthur Piechler. Er wurde am 31.03.1896 in Magdeburg geboren. Im Jahre 1903 erwarb die Familie Piechler ein Haus in der Hauptstraße in Landau, dort erinnert heute eine Gedenktafel an den “berühmten Sohn der Stadt”.

Jugendkulturtage

Jugendkulturtage

Jugend im Rampenlicht – Vernissage im Landauer Heimatmuseum

Im Rahmen der Jugendkulturtage stellen auch dieses Jahr wieder junge Künstler aus dem Landkreis ihre Werke vor. Am Dienstag, den 6. März 2018 fand die Vernissage statt. Die Ausstellung kann noch am Donnerstag Nachmittag, Samstag und Sonntag von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr im Heimatmuseum besucht werden.
Vielen Dank an Sabrina Melis für die Fotos!

Marterl am Polenhölzl

Marterl am Polenhölzl

Am 24. September 2012 wurde im sogenannten „Polenhölzl“ bei Möding ein Marterl feierlich enthüllt. Es erinnert an den damals 22-jährigen polnischen Zwangsarbeiter Josef Berdzinski, der am 6. August 1941 an dieser Stelle ermordet wurde. Es handelt sich um eine Stele mit eine Bronzeplastik, die ein zerissenes Herz mit Stacheldraht darstellt. Am 23. November 2016 wurde eine Info-Tafel aufgestellt, die Besuchern die Geschichte und das Marterl näherbringt. (Fotos: Klaus Klobe)

Gedenkstätte am Polenhölzl

Gedenkstätte am Polenhölzl

Gedenkstätte bei Möding

Am Montag, 24. September 2012 wurde im sogenannten „Polenhölzl“ in der Nähe von Möding im Beisein von Landrat Heinrich Trapp, Bürgermeister Josef Brunner, dem polnischen Generalkonsul Aleksander Korybut-Woroniecki, dem Autor Thomas Muggenthaler und dem Förderer-Vorsitzenden Dr. Ludwig Husty ein Marterl feierlich enthüllt. Es erinnert an den damals 22-jährigen polnischen Zwangsarbeiter Josef Berdzinski, der am 6.August 1941 an dieser Stelle ermordet wurde.

Am 3.April 2012 hielt der BR-Redakteur und Autor Thomas Muggenthaler im Heimatmuseum eine Lesung, die unter dem Titel „Verbrechen Liebe“  Nazi-Verbrechen zum Thema hatte. Er schilderte dabei Schicksale von polnischen Zwangsarbeitern in Bayern, die Liebesbeziehungen zu deutschen Frauen hatten und deshalb von SS-Hinrichtungskommandos ohne Prozess gehängt, also ermordet wurden, während die Frauen ins KZ kamen. Auch in der Nähe von Landau geschah so ein Verbrechen.

Nach der Lesung hatten sich „Die Förderer“ spontan entschlossen, zur Erinnerung an diese Tat eine Gedenkstätte einzurichten. Dazu sollte eine Stele mit eine Bronzeplastik, ein zerissenes Herz mit Stacheldraht darstellend, am Ort des Verbrechens aufgestellt werden.

„Die Förderer“ danken Landrat Heinrich Trapp für die Unterstützung, Herrn Josef Paleczek für den Entwurf der Bronzeplastik, die von der Straubinger Gießerei Gugg ausgeführt wurde. Weiters Herrn Hans Störringer, der die Holzstele entworfen und gefertigt hat und Herrn Hubert Aigner für die Bereitstellung des Grundstücckes sowie dem Bauhof der Stadt Landau für die nötigen Arbeiten zur Aufstellung der Stele.