Jugendkulturtage 2019

Jugendkulturtage 2019

Am 26. März 2019 fand im Heimatmuseum die Vernissage zur Kunstausstellung im Rahmen der Jugendkulturtage statt. Elf junge Künstlerinnen und Künstler  und eine Gruppe stellten ihre Werke vor.

Vielen Dank Sabrina Melis für die Berichterstattung und die Fotos!

 

 

Landau. Elf Jugendliche und eine Gruppe junger Künstlerinnen und Künstler stellen derzeit im Rahmen der Jugendkulturtage im Heimatmuseum Landau ihre Werke aus. Zu sehen gibt es eine bunte Mischung verschiedenster Kunstrichtungen – Acryl und Aquarell, Bunt- und Bleistiftzeichnungen, Tusche- und Kohle-Werke sowie Digitalfotografie und Collagen. Noch bis Sonntag können interessierte Gäste die Werke junger Künstler zu den üblichen Öffnungszeiten im Dachgeschoss des Heimatmuseums sehen. Am Dienstagabend hat die Vernissage unter Beteiligung vieler Gäste aus der kommunalen Politik und der lokalen Kunstszene im Heimatmuseum stattgefunden.

Dr. Ludwig Husty begrüßte die Gäste, darunter einige Stadträte und Kulturpreisträger, sowie Landrat Heinrich Trapp und Bürgermeister Dr. Helmut Steininger. Seit gut 20 Jahren „arbeiten“ die Jugendkulturtage und das Heimatmuseum bzw. die Förderer Hand-in-Hand, und wie Husty betonte, war es ein Anliegen, die Vernissage wieder im Heimatmuseum zeigen zu können und damit einen Ort zu schaffen, wo sich „alt und jung trifft“, wie er sagte: „Das tut dem Haus gut, das tut dem Verein gut.“ Auch während der „baulichen Engpässe“ hatten die Jugendkulturtage einen Platz und Partner, auf den sie zählen konnten. Einige der jungen Aussteller sind bereits Mitglieder der Isargilde, wusste Dr. Husty zu erzählen und fügte hinzu: „zum Teil auch sehr erfolgreich!“ „Die Jugendkulturtage sind ein Highlight des kulturellen Lebens in unserem Landkreis“, sagte Bürgermeister Dr. Helmut Steininger, „und die Jugendkulturtage gehören auch zu unserem Heimatmuseum.“ Für Landrat Heinrich Trapp sei der abendliche Termin „das Highlight des Tages“, wie er betonte. Musikalisch umrahmt wurde der Abend von Kora Witt, Simone Merkl, Leonie Klar und Victoria Kadletz unter der Leitung von Lydia Klein.

 

„Mit jungen Menschen etwas gestalten zu können, sich austauschen und sie begleiten, das ist eine der schönsten Aufgaben, die man in seinem Leben als erwachsener Mensch haben kann“, sagte Stefanie Horinek von den „Förderer e.V.“, die den Abend moderierte. „Ich freu‘ mich in diesem Jahr wieder auf den Dialog mit den Künstlerinnen und Künstlern.“ Stefanie Horinek stellte diese einzeln mit ihren Werken vor: Anna Hummel (19) aus Landau hat zwei Werke ausgestellt, „Der mürrische Zeitreisende“ (Zeichnung) und „Ein Rapper namens Kendrick“ (Acryl). Amanda Bach (13) aus Wallersdorf setzt in ihren Gemälden auf Aquarell und Acryl. Veronika Stoiber (15) aus Landau zieht ihre Inspiration aus der Tierwelt, die sie fotografiert: Sie stellt unter anderem ihr „Herzenspferd“ oder auch den „Vorstehhund“ aus. „The Group“ ist ein Zusammenschluss von 14 Künstlern, sie stellen eine vierteilige Collage aus: den Wandelbaum. Laura Dorfner (20), Japanologie-Studentin aus den Mammingerschwaigen, ist von Acryl auf Aquarell umgestiegen. Die Werke „Sehnsucht“, bereits vom Vorsitzenden der Isargilde Werner Claaßen eingehend betrachtet, und „Transparent“ sind an diesem Abend bereits verkauft worden – an Landrat Heinrich Trapp. Ramona Arbinger (18) aus Pilsting ist eine wandelbare Künstlerin – und ein „alter Hase“ bei den Jugendkulturtagen. Ihre Beiträge sind Mischungen verschiedener Gestaltung, darunter „Astronaut“ (Linodruck, Collage, Tusche) oder auch „Lemon“ (Aquarell, Tusche). Ronja Häusler (17) aus Parnkofen arbeitet unter dem Künstlernamen „nana Atawi“, auch sie hält sich nicht auf eine Kunstart beschränkt und arbeitet sowohl mit Aquarell, Bleistift als auch Acryl und farbige Tusche. Magdalena Nadler (15) aus Dingolfing stellt drei Digitalfotografien aus, unter anderem „Dingolfing bei Nacht“, und auch der Zeholfinger Florian Wimbauer (15) setzt auf Digitalfotografie, unter anderem mit Portraits, die im Durchlauf auf die Wand projiziert wurden, als auch drei Fotos auf Druck. Theresa Eberl (18) aus Mamming stellt „halbvoll“, ein Acrylwerk aus, Leah McRory (14) aus Hagenau mehrere Bunt- und Bleistift-Zeichnungen und Annalena Paschke (18) aus Loiching Kohlezeichnungen.

Besuch vom Rotary-Club

Besuch vom Rotary-Club

Im Rahmen ihres Meetings besuchten die Mitglieder des Rotary Club Dingolfing-Landau mit ihrem Präsidenten Dr. Markus Thannhuber das Heimatmuseum.

Dr. Ludwig Husty, 1. Vorsitzender der Förderer, referierte über die Arbeit des Vereins „Die Förderer e. V.“ und das Heimatmuseum. Besonders die Entwicklung vom Handwerkerhaus zum Museum stieß auf großes Interesse. Im Jahr 1958 wurde das Museum eröffnet, aber bauliche Mängel führten 1991 zur Schließung und Wiedereröffnung im Jahr 1998. Seitdem leisten das Museum und der Trägerverein einen wichtigen Beitrag zum kulturellen Leben der Stadt Landau. Neben der Ausstellung und dem Stück des Monats finden regelmäßig Ausstellungen und Führungen statt, das Haus ist Gastgeber für zahlreiche Veranstaltungen, Lesungen und Ausstellungen.

Die gestiegenen Anforderungen an Brandschutz und Sicherheit machten eine erneute Sanierung notwendig. Bereits im Dezember hatte der Rotary-Club das Museum besucht und im Rahmen einer Museumsführung von den notwendigen Umbau- und Sanierungsmaßnahmen erfahren.

Die Club-Mitglieder zeigten großes Interesse und unterstützten die Arbeit mit einer sehr großzügigen Spende. Die Förderer bedankten sich mit ihrer Einladung und einem kleinen Imbiss.

Stadtführung

Stadtführung

mit Manfred Niedl

 

 

Am Dienstag, den 15. Mai 2018 trafen sich die Förderer zu ihrem monatlichen Treffen. Auf der Tagesordnung stand eine Stadtführung mit Manfred Niedl, der stadtprägende Gebäude vorstellte und die neue Beschilderung erklärte.

Seit März 2018 wurden zwölf Gebäude mit Informationstafeln versehen, darunter historische Gebäude im Eigentum der Stadt Landau, Kirchen und das Heimatmuseum. Anhand der Tafel am Heimatmuseum erklärte Stadtarchivar Manfred Niedl den Aufbau dieser Tafeln. Für die Beschreibungen der Gebäude wurden die Beschreibungen vom Landesamt für Denkmalpflege übernommen, das Design zeigt das Stadtwappen und die rote Welle der Corporate Identity der Stadt Landau. Geplant ist, zwölf weitere Gebäude mit Infotafeln zu versehen.

 

In der unmittelbaren Nähe des Heimatmuseums befand sich früher ein historisches Geschäftshaus, das sogenannte Ölhard-Haus. Der Abriss hinterließ eine Lücke. Für das Kanzler-Haus ist nachgewiesen, dass dort bereits in der Mitte des 17. Jahrhunderts eine Brauerei bestand.

 

Weitere Gebäude, deren Geschichte vorgestellt wurde waren die frühere Knabenschule, in der heute die Montessori-Schule untergebracht ist, das Gerhardinger-Haus, das frühere Landratsamt am Marienplatz sowie das Rathaus. Das aktuelle Rathaus, das 1950 fertig gestellt wurde, ist mindestens das dritte Rathaus, das an dieser Stelle steht. Nach dem Brand von 1743 wurde das an dieser Stelle befindliche Rathaus wieder aufgebaut, das 1945 durch den Beschuss der Amerikaner zerstört wurde. Im Keller des heutigen Rathauses befand sich früher eine öffentliche Badeanstalt, ein so genanntes „Tröpferlbad“.

 

Die Geschichte meinte es mit Landau nicht immer gut, im Rahmen des österreichischen Erbfolgekrieges nahm die Stadt großen Schaden und erholte sich lange Zeit nicht davon. Manfred Niedl zitierte den Reformer und Aufklärer Josef von Hazzi, der um 1800 über die Stadt schrieb: „Nun nach Landau, wo man mir schon voraus sagte, dass man wegen des schlechten Wegs das Halsbrechen riskiert. Die Stadt ist am Berg hingelehnt, schlecht gebaut … Man findet nicht einmal ein ordentliches Wirtshaus, überall Schmutz und Elend. Landau besteht meist aus Bettlern, selbst die 13 Brauer sind nicht in guten Umständen. Seit dem Krieg von 1742 kann sich Landau nicht mehr erholen.“

 

Am Oberen Stadtplatz fanden neben dem Kastenhof mit Kastnerhaus das Wegmann-Haus, das Weiße Rößl, die Stadtapotheke, die 1803 als erste und lange Zeit einzige Apotheke in Landau gegründet wurde, das frühere Kaufhaus Zinner / Angstl und  das Haus des Hufschmieds Anton Zettl Erwähnung. In der Gaststätte „Zum Oberen Krieger“, die seit dem Jahr 1677 als Gaststätte urkundlich belegt ist, beendete Manfred Niedl den äußerst interessanten und informativen Rundgang.

 

Jugendkulturtage 2018

Jugendkulturtage 2018

Jugend im Rampenlicht – Vernissage im Landauer Heimatmuseum

Im Rahmen der Jugendkulturtage stellen auch dieses Jahr wieder junge Künstler aus dem Landkreis ihre Werke vor. Am Dienstag, den 6. März 2018 fand die Vernissage statt. Die Ausstellung kann noch am Donnerstag Nachmittag, Samstag und Sonntag von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr im Heimatmuseum besucht werden.
Vielen Dank an Sabrina Melis für die Fotos!

Marterl am Polenhölzl

Marterl am Polenhölzl

Am 24. September 2012 wurde im sogenannten „Polenhölzl“ bei Möding ein Marterl feierlich enthüllt. Es erinnert an den damals 22-jährigen polnischen Zwangsarbeiter Josef Berdzinski, der am 6. August 1941 an dieser Stelle ermordet wurde. Es handelt sich um eine Stele mit eine Bronzeplastik, die ein zerissenes Herz mit Stacheldraht darstellt. Am 23. November 2016 wurde eine Info-Tafel aufgestellt, die Besuchern die Geschichte und das Marterl näherbringt. (Fotos: Klaus Klobe)

Gedenkstätte am Polenhölzl

Gedenkstätte am Polenhölzl

Gedenkstätte bei Möding

Am Montag, 24. September 2012 wurde im sogenannten „Polenhölzl“ in der Nähe von Möding im Beisein von Landrat Heinrich Trapp, Bürgermeister Josef Brunner, dem polnischen Generalkonsul Aleksander Korybut-Woroniecki, dem Autor Thomas Muggenthaler und dem Förderer-Vorsitzenden Dr. Ludwig Husty ein Marterl feierlich enthüllt. Es erinnert an den damals 22-jährigen polnischen Zwangsarbeiter Josef Berdzinski, der am 6.August 1941 an dieser Stelle ermordet wurde.

Am 3.April 2012 hielt der BR-Redakteur und Autor Thomas Muggenthaler im Heimatmuseum eine Lesung, die unter dem Titel „Verbrechen Liebe“  Nazi-Verbrechen zum Thema hatte. Er schilderte dabei Schicksale von polnischen Zwangsarbeitern in Bayern, die Liebesbeziehungen zu deutschen Frauen hatten und deshalb von SS-Hinrichtungskommandos ohne Prozess gehängt, also ermordet wurden, während die Frauen ins KZ kamen. Auch in der Nähe von Landau geschah so ein Verbrechen.

Nach der Lesung hatten sich „Die Förderer“ spontan entschlossen, zur Erinnerung an diese Tat eine Gedenkstätte einzurichten. Dazu sollte eine Stele mit eine Bronzeplastik, ein zerissenes Herz mit Stacheldraht darstellend, am Ort des Verbrechens aufgestellt werden.

„Die Förderer“ danken Landrat Heinrich Trapp für die Unterstützung, Herrn Josef Paleczek für den Entwurf der Bronzeplastik, die von der Straubinger Gießerei Gugg ausgeführt wurde. Weiters Herrn Hans Störringer, der die Holzstele entworfen und gefertigt hat und Herrn Hubert Aigner für die Bereitstellung des Grundstücckes sowie dem Bauhof der Stadt Landau für die nötigen Arbeiten zur Aufstellung der Stele.

Ausflug 2017 nach Augsburg

Die diesjährige Fördererfahrt, organisiert von Andreas Obermeier, führte die 34 köpfige Reisegruppe in die drittälteste deutsche Stadt nach Augsburg. Bei gutem Reisewetter, lediglich durch zwei Gewitterschauer unterbrochen, stand als erster Besichtigungspunkt das Staatliche Textil- und Industriemuseum „tim“ am Programm. 2010 eröffnet befindet es sich in einer Produktionshalle der ehemaligen Augsburger Kammgarn-Spinnerei im Augsburger Textilviertel. Im Rahmen von zwei Führungen wurden sowohl die geschichtlichen Zusammenhänge und Entwicklungen als auch die technischen Weiterentwicklungen bei der Herstellung von Textilien anschaulich erörtert. Besonderes Augenmerk der Dauerausstellung liegt neben der Entwicklung des Spinnens und Webens vor allem auf dem Bedrucken von Stoffen. Danach blieb noch die Möglichkeit, die Sonderausstellung „Glanz und Grauen, Mode im 3.Reich“ zu besichtigen. Im Rahmen der nachmittäglichen zweistündigen Stadtführung wurde u.a. das Rathaus mit dem beeindruckenden Goldenen Saal, die Anna- und die höchst bemerkenswert renovierte Moritzkirche sowie natürlich die Fuggerei, die älteste Sozialsiedlung Europas, besichtigt.

Historische Heimatblätter 2016


Georg Haas (rechts) übergibt ein druckfrisches Exemplar an den Autor und zuküftigen Schriftleiter Manfred Niedl

Am Dienstag, den 8. November wurden vom langjährigen Schriftleiter Georg Haas im Herzogssaal des Kastenhofes der
32. Band der Historischen Heimatblätter präsentiert.
Autoren sind Stadtarchivar Manfred Niedl mit seinem Beitrag
„Leinenhemd und Lederhose – Zur Geschichte der Tracht in Landau und
Umgebung“
und der Kreisheimatpfleger im Landkreis Straubing-Bogen, Hans Neueder, mit
dem Aufsatz „Josef Ried – ein vergessener Landkreis-Pfarrer und
unbekannter Schriftsteller“.
Das Heft kann im Heimatmuseum erworben werden und wird auch auf dem
Christkindlmarkt vom 9. bis 11. Dezember angeboten.