Reise in die deutsche Vergangenheit

Gelungener Ausflug des Vereins „Die Förderer“ nach Nürnberg.

„Wenn Engel reisen, strahlt die Sonne“ Dies galt ganz besonders für die Fahrt des Vereins „Die Förderer e.V.“ nach Nürnberg am letzten Sonntag. Während es in Niederbayern weitgehend trüb blieb, herrschte in Nürnberg strahlender Sonnenschein. So wollte das Wetter gar nicht so sehr zu dem trüben Kapitel der deutschen Geschichte passen, welches als erstes auf dem Programm stand. Erstes Ziel war nämlich das Reichsparteitagsgelände am Dutzendteich mit dem dortigen Dokumentationszentrum, welches sich mit der dunklen Vergangenheit der Stadt auseinandersetzt. Die Ausstellung „Faszination und Gewalt“ zeichnet ein Bild der Stadt als einem Ort der Opfer und vor allem der Täter. Mit einem neuen museumspädagogischen Konzept ist es gelungen, den Nachgeborenen einen nachhaltigen Eindruck der damaligen Ereignisse zu vermitteln. Mit diesem Dokumentationszentrum wurde ein Teil der sog. Kongresshalle, einem Monumentalbau jener Zeit, einer vernünftigen Nutzung zugeführt, wohingegen andere denkmalgeschützte Überreste dieses Geländes schwer auf der Tasche des Steuerzahlers lasten, weil man sie für Millionenbeträge erhalten bzw. sanieren muss.

Nach dieser schweren Kost freute man sich darauf, in der Innenstadt Nürnberger Bratwürste zu genießen, wo zur Überraschung aller reges Treiben auf den Straßen herrschte, da an diesem Wochenende in Nürnberg im Rahmen der Offenen Tür viele Einrichtungen und Institutionen für die Allgemeinheit geöffnet hatten. So verging die Zeit viel zu schnell, denn um 17:00 Uhr traf man sich auf dem Johannisfriedhof zur Heimfahrt. Dieser uralte und äußerst sehenswerte Friedhof im Nordosten der Stadt nicht weit außerhalb der ehemaligen Stadtmauer beeindruckte sehr. Wer auf Dürers Spuren unterwegs ist, landet unweigerlich hier: vor der schlichten Steinplatte seines Grabmals. Auch auf andere berühmte Namen stößt der Besucher: Veit Stoß, Martin Behaim, der Philosoph Ludwig Feuerbach oder William Wilson, der Lokomotivführer der ersten deutschen Eisenbahn, die 1835 zwischen Nürnberg und Fürth ihren Betrieb aufnahm. Eng liegen die schlichten Grabplatten aneinander, so dass es manchmal schwer ist, ein bestimmtes Grab zu finden.

Pünktlich trafen sich schließlich alle Ausflugsteilnehmer, und nach einem letzten Andenkenfoto machte man sich wieder auf die Heimfahrt. Der Vereinsvorstand der Förderer Dr. Ludwig Husty dankte im Bus den Organisatoren dieser Fahrt Andreas Obermeier und Edith Steghafner für diesen äußerst gelungenen Ausflug in die deutsche Geschichte.