Besuch vom Rotary-Club

Besuch vom Rotary-Club

Im Rahmen ihres Meetings besuchten die Mitglieder des Rotary Club Dingolfing-Landau mit ihrem Präsidenten Dr. Markus Thannhuber das Heimatmuseum.

Dr. Ludwig Husty, 1. Vorsitzender der Förderer, referierte über die Arbeit des Vereins „Die Förderer e. V.“ und das Heimatmuseum. Besonders die Entwicklung vom Handwerkerhaus zum Museum stieß auf großes Interesse. Im Jahr 1958 wurde das Museum eröffnet, aber bauliche Mängel führten 1991 zur Schließung und Wiedereröffnung im Jahr 1998. Seitdem leisten das Museum und der Trägerverein einen wichtigen Beitrag zum kulturellen Leben der Stadt Landau. Neben der Ausstellung und dem Stück des Monats finden regelmäßig Ausstellungen und Führungen statt, das Haus ist Gastgeber für zahlreiche Veranstaltungen, Lesungen und Ausstellungen.

Die gestiegenen Anforderungen an Brandschutz und Sicherheit machten eine erneute Sanierung notwendig. Bereits im Dezember hatte der Rotary-Club das Museum besucht und im Rahmen einer Museumsführung von den notwendigen Umbau- und Sanierungsmaßnahmen erfahren.

Die Club-Mitglieder zeigten großes Interesse und unterstützten die Arbeit mit einer sehr großzügigen Spende. Die Förderer bedankten sich mit ihrer Einladung und einem kleinen Imbiss.

Stadtführung

Stadtführung

mit Manfred Niedl

 

 

Am Dienstag, den 15. Mai 2018 trafen sich die Förderer zu ihrem monatlichen Treffen. Auf der Tagesordnung stand eine Stadtführung mit Manfred Niedl, der stadtprägende Gebäude vorstellte und die neue Beschilderung erklärte.

Seit März 2018 wurden zwölf Gebäude mit Informationstafeln versehen, darunter historische Gebäude im Eigentum der Stadt Landau, Kirchen und das Heimatmuseum. Anhand der Tafel am Heimatmuseum erklärte Stadtarchivar Manfred Niedl den Aufbau dieser Tafeln. Für die Beschreibungen der Gebäude wurden die Beschreibungen vom Landesamt für Denkmalpflege übernommen, das Design zeigt das Stadtwappen und die rote Welle der Corporate Identity der Stadt Landau. Geplant ist, zwölf weitere Gebäude mit Infotafeln zu versehen.

 

In der unmittelbaren Nähe des Heimatmuseums befand sich früher ein historisches Geschäftshaus, das sogenannte Ölhard-Haus. Der Abriss hinterließ eine Lücke. Für das Kanzler-Haus ist nachgewiesen, dass dort bereits in der Mitte des 17. Jahrhunderts eine Brauerei bestand.

 

Weitere Gebäude, deren Geschichte vorgestellt wurde waren die frühere Knabenschule, in der heute die Montessori-Schule untergebracht ist, das Gerhardinger-Haus, das frühere Landratsamt am Marienplatz sowie das Rathaus. Das aktuelle Rathaus, das 1950 fertig gestellt wurde, ist mindestens das dritte Rathaus, das an dieser Stelle steht. Nach dem Brand von 1743 wurde das an dieser Stelle befindliche Rathaus wieder aufgebaut, das 1945 durch den Beschuss der Amerikaner zerstört wurde. Im Keller des heutigen Rathauses befand sich früher eine öffentliche Badeanstalt, ein so genanntes „Tröpferlbad“.

 

Die Geschichte meinte es mit Landau nicht immer gut, im Rahmen des österreichischen Erbfolgekrieges nahm die Stadt großen Schaden und erholte sich lange Zeit nicht davon. Manfred Niedl zitierte den Reformer und Aufklärer Josef von Hazzi, der um 1800 über die Stadt schrieb: „Nun nach Landau, wo man mir schon voraus sagte, dass man wegen des schlechten Wegs das Halsbrechen riskiert. Die Stadt ist am Berg hingelehnt, schlecht gebaut … Man findet nicht einmal ein ordentliches Wirtshaus, überall Schmutz und Elend. Landau besteht meist aus Bettlern, selbst die 13 Brauer sind nicht in guten Umständen. Seit dem Krieg von 1742 kann sich Landau nicht mehr erholen.“

 

Am Oberen Stadtplatz fanden neben dem Kastenhof mit Kastnerhaus das Wegmann-Haus, das Weiße Rößl, die Stadtapotheke, die 1803 als erste und lange Zeit einzige Apotheke in Landau gegründet wurde, das frühere Kaufhaus Zinner / Angstl und  das Haus des Hufschmieds Anton Zettl Erwähnung. In der Gaststätte „Zum Oberen Krieger“, die seit dem Jahr 1677 als Gaststätte urkundlich belegt ist, beendete Manfred Niedl den äußerst interessanten und informativen Rundgang.

 

Skizzen der Brüder Stoiber

Skizzen der Brüder Stoiber

Um das Jahr 1840 kamen die ersten Sammelbildchen auf den Markt. Die Stollwerck-Bilder waren die ersten dieser Bilder, die den Verkauf fördern sollten. Die Idee geht auf Franz Stollwerck (1815 – 1876) zurück, der bereits ab 1840 „Bilder –Chocolade“ oder „Photographie – Chogolade“ produzierte.

Es kann angenommen werden, dass Franz Stollwerck während seiner Gesellenzeit im Kaufhaus „Au bon marche“ inspiriert wurde, das den Kunden nach dem Einkauf Bildpräsente übergab, die auf der Rückseite eine Kalender oder Firmenwerbung trugen und sie zum Wiederkauf motivieren sollten. Die Kundschaft war von dieser Idee derart begeistert, dass Aristide Boucicaut, der Inhaber des Kaufhauses, die Herausgabe von Bilderserien veranlasste. 1898 wurde nach einen Preisausschreiben über Reklamekunst der erste Sammelalbum mit dem Titel „Stollwercks – Album No. 1“ herausgegeben. Das Sammelalbum wurde im Kleinformat 23,5 X29 cm sowie Großformat 26 x 37 cm produziert.

Sammelalben

Sammelalben

Um das Jahr 1840 kamen die ersten Sammelbildchen auf den Markt. Die Stollwerck-Bilder waren die ersten dieser Bilder, die den Verkauf fördern sollten. Die Idee geht auf Franz Stollwerck (1815 – 1876) zurück, der bereits ab 1840 „Bilder –Chocolade“ oder „Photographie – Chogolade“ produzierte.

Es kann angenommen werden, dass Franz Stollwerck während seiner Gesellenzeit im Kaufhaus „Au bon marche“ inspiriert wurde, das den Kunden nach dem Einkauf Bildpräsente übergab, die auf der Rückseite eine Kalender oder Firmenwerbung trugen und sie zum Wiederkauf motivieren sollten. Die Kundschaft war von dieser Idee derart begeistert, dass Aristide Boucicaut, der Inhaber des Kaufhauses, die Herausgabe von Bilderserien veranlasste. 1898 wurde nach einen Preisausschreiben über Reklamekunst der erste Sammelalbum mit dem Titel „Stollwercks – Album No. 1“ herausgegeben. Das Sammelalbum wurde im Kleinformat 23,5 X29 cm sowie Großformat 26 x 37 cm produziert.

Simplicissimus

Simplicissimus

Der Simplicissimus war eine satirische Wochenzeitung, die vom 4.April 1896 bis 13.September 1944 erschien.

Herausgeber waren Albert Langen und Frank Wedekind. Mit dieser Zeitschrift zielten sie auf die wilhelminische Politik, die bürgerliche Moral dieser Zeit, die Kirchen, die Beamten und Juristen und das Militär. Die bekanntesten Zeichner waren: Karl Arnold, Olaf Gulbransson, Wilhelm Schulz, Rudolf Wilke, Bruno Paul.

In der Redaktion arbeiteten Schriftsteller und Journalisten wie Frank Wedekind, Ludwig Thoma, Hermann Hesse, Bruno Frank, Peter Scher, Robert Walser, Erich Kästner, Arthur Schnitzler, Heinrich und Thomas Mann u. a. In den ersten Jahren gab es große Überschneidungen mit den Illustratoren der ebenfalls in München erschienenden Konkurrenzzeitschrift „Jugend“. Der Simplicissimus soll am 4.April 1896 mit einer sehr hohen Auflage gestartet sein. Die Rede ist von 300000 Exemplaren, die jedoch weitgehend unverkauft blieben. Die hohe Startauflage war sicherlich eine PR-Strategie von Albert Langen, der von Beginn an am Mythos seiner Zeitschrift arbeitete.

 

 

Fahrschule früher

Fahrschule früher

Kleine Geschichte des Führerscheins:

Die erste Fahrerlaubnis in Deutschland wurde im Jahre 1888 für Carl Benz, den Erfinder des Automobils, ausgestellt. Für ganz Deutschland wurde die erste Fahrerlaubnis am 1. Mai 1909 ausgestellt und sie blieb in ihren wesentlichen Teilen gültig bis zum Erscheinen der EU-Fahrerlaubnis-Verordnung vom 1. Januar 1999. Die erste private Fahrschule wurde 1904 in Aschaffenburg eröffnet.

Das Reichsgesetz über den Verkehr mit Kraftfahrzeugen vom 3. Mai 1909 brachte erstmals eine einheitliche rechtsverbindliche Regelung für das gesamte Deutsche Reich. In dieser ersten Reichs-Straßenverkehrsordnung wurden Verkehrsregeln definiert und die Höchstgeschwindigkeit für alle Fahrzeuge auf 15 km/h begrenzt. Der Ausstellung eines Führerscheines an eine Frau musste der Ehemann oder Vater zustimmen. In Leipzig erwarb 1909 eine Frau Amalie Hopper als erste Frau in Deutschland den Führerschein. Es dauerte bis 1958 bevor sich Frauen unabhängig vom Einverständnis ihres Ehemanns oder Vaters in einer Fahrschule anmelden durften.

Störnähmaschinen

Störnähmaschinen

Störnäherin oder Störschneiderin ist der Name für eine Schneiderin, bzw. Näherin, die keine eigene Werkstatt hatte. Die Störnäherin kam auf den Hof, um kaputte Kleidungsstücke auszubessern und neue zu nähen. Sie blieb so lange, bis alles fertig war. Ihr Werkzeug brachte sie mit. Jede Näherin hatte ihre eigene Nähmaschine, die sie von Arbeitsplatz zu Arbeitsplatz trug. Zwei solcher Nähmaschinen präsentiert Museumsleiter Klaus Klobe. Auf den guten Stücken wurde von Arbeitskleidung bis zum Sonntagsgewand alles genäht, entsprechend geschickt musste die Schneiderin sein.

 

Schule früher

Schule früher

Eine Schulbank aus Holz mit einer Vertiefung für das Tintenglas, Griffel, Federhalter mit Stahlfeder, Hefte mit Schreib- und Rechenaufgaben und Schulbücher – bei einigen von uns weckt das Erinnerungen an die eigene Schulzeit.
Dazu gibt es Fotos, die eine ganze Klasse oder auch einzelne Schüler mit und ohne Schultüte zeigen.
Auch Schulranzen sind ausgestellt. Man sieht, wie sich Größe, Form und Material im Lauf der Zeit geändert haben.
An der Wand hängen Bilder mit Motiven aus bekannten Märchen. Der Lehrer hängte solche Bilder auf und gab damit das Thema vor, über das die Schüler einen Aufsatz schreiben sollten.
Die Ausstellungsstücke stammen aus der Zeit von 1950 bis 1970 und stammen von Landauer Bürgern,  die Schulbank aus der Landauer Grundschule.

 

Zwei Fahrräder

Zwei Fahrräder

Zu sehen ist ein Herrenfahrrad „V.W Nürnberg“. Mit diesem Fahrrad fuhr der Eichendorfer Marktkämmerer Max Hark von 1949 bis zur seiner Pensionierung im Jahr 1972  jeden Tag bei Wind, Schnee, Regen von der Mozartstraße zum Rathaus. Sein Auto benützte Herr Max Hark nur für Fahrten in die Kreisstadt Landau.
Nach einer Erzählung wurde es einmal beinahe als Sperrmüll angesehen und konnte erst nach großer Laufarbeit wieder zurückgeholt werden.
Daneben ist ein Damenfahrrad „Vaterland“ zu sehen. Dieses wurde von Frau Elisabeth Hark zum täglichen Einkauf und sonstigen Fahrten z.B. zum Kindergarten gebraucht.

 

 

Kirchenmodell

Kirchenmodell

Bei diesem Modell werden nach Einwurf einer Münze zunächst einige Lämpchen eingeschaltet und dann ertönt Glockengeläut, bis sich schließlich die Kirchenpforte öffnet und ein Christkind erscheit, das den Segen spendet.
Gebaut wurde dieses Modell von der Firma Josef Saum aus Salmünster/Hessen und es hat die Seriennummer 781. Das Herstellungsjahr oder andere Angaben über diese Firma sind leider nicht mehr in Erfahrung zu bringen. Vermutlich wurde es in der ersten Hälfte des letzten Jahrhunderts gebaut und die Firma Saum hat wahrscheinlich neben ähnlichen Objekten auch Spieluhren gebaut. Es ist auch unbekannt, wie es nach Landau kam, aber es hatte lange Zeit seinen Platz in der Steinfelskirche. Irgendwann kam es in den Speicher der Kirche und sollte bei der Renovierung derselben im Abfall landen. Dort hat es Herr Alfred Erdl aus Landau gefunden und restauriert. Nach dem Tod von Herrn Erdl schenkte seine Witwe das Modell dem Heimatmuseum.

 

Bier und Bierkultur

Bier und Bierkultur

Vor 500 Jahren, am 23. April 1516, wurde durch die bayerischen Herzöge Wilhelm IV. und Ludwig X. in Ingolstadt eine Landesordnung erlassen. Eine Textpassage betraf die Zutaten zur Bierherstellung und die Bierpreise. In einem Sitzungsprotokoll des bayerischen Landtages wurde am 4. März 1918 diese Textpassage zum ersten Mal als “Reinheitsgebot” bezeichnet. Ab Mitte des 20. Jahrhunderts erlangte der Begriff zunächst als “bayerisches Reinheitsgebot” und später als “deutsches Reinheitsgebot” große Popularität..

Aus diesem Anlass dreht sich bei dem Stück des Monats alles ums Bier. Zu sehen sind Bierkrüge und -gläser, Bier-„Fuizl“, Flaschen, Flaschenverschlüsse, Abrechnungsbücher und Lieferscheine, Urkunden und Bilder. Aus den Abrechnungsbüchern geht z.B. hervor, dass während der Inflation 1923 eine Halbe 32599 Mark gekostet hat.

Ausgestell sind auch Dinge, die neben dem Bier zur Wirtshauskultur dazugehören. Unter anderem sind das Schnupftabakdosen, Senftöpfe, Spielkarten oder auch Dauerbrezen.

 

Sockenstrickmaschine

Sockenstrickmaschine

Ausstellungsstücke des Monats sind zum einen eine Mangel, die dem Museum von Herrn Apfelböck gespendet wurde und Strickmaschinen, die uns von Frau Frau Mathilde Wimmer aus Oberhöcking überlassen wurden. Wer Erfahrung im Umgang mit antiken Sockenstrickmaschinen hat, möge sich bitte bei uns melden ).

Versehgarnituren

Versehgarnituren

In den christlich geprägten Gebieten ist es üblich, im November der Verstorbenen zu gedenken und so nimmt sich das Stück des Monats im November auch dieses Themas an.
In reichen Haushalten gab es bereits seit dem 16. Jahrhundert Standkreuze neben den Betten, die dann auch für die Sterbesakramente verwendet wurden. Anfang des 20. Jahrhunderts fand dieser Brauch in den katholischen Gebieten Einzug in die bürgerlichen Haushalte. Zum Standkreuz kamen dann noch ein verziertes Tablett, möglichst aus Silber, sowie einige kleine Schalen und zwei Kerzenständer dazu. Solche Garnituren waren ein typisches Hochzeitsgeschenk oder ein Teil der Aussteuer. Die Schalen nahmen Krankenöl und Weihwasser auf. Ein Priester, der zu einem Versehgang gerufen wurde, brachte das Krankenöl und das Weihwasser mit, während die Familie die Versehgarnitur neben dem Bett des Kranken aufgestellt hat. Dieser Brauch wurde bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts gepflegt.

Erstkommunion

Erstkommunion

Ausgestellt sind verschiedene Kerzen, wie sie als Kommunionkerzen verwendet wurden. Die früheren Kerzen sind etwas dünner, da Wachs damals noch sehr teuer war. Später wurden die Kerzen dicker, waren aber noch immer reich verziert.

Oft fielen die Kerzen aber leider Raufereien zum Opfer. So auch die ausgestellte Kerze, die mehrfach gebrochen ist und nur noch vom Docht zusammengehalten wird.

Daneben werden einige, für die vergangene Zeit typische Geschenke zur Erstkommunion gezeigt, wie zum Beispiel Rosenkränze und Gebetbüchlein.

 

Puppenküche

Puppenküche

Puppenküche und Kaufladen – früher, als die Geschlechterrollen streng aufgeteilt waren, ein beliebtes Spielzeug für Mädchen.
Die hier ausgestellte Puppenküche wurde von Frau Ruth Wolfertseder dankenswerterweise dem Museum als Dauerleihgabe zur Verfügung gestellt.
Um 1905 hergestellt bekam sie Ruth Wolferseder von ihrer Mutter geschenkt und sie diente nicht nur ihr, sondern auch ihren Töchtern und Enkeltöchtern als Spielzeug.

Grundig und Landau

Grundig und Landau

Die Firma GRUNDIG (Hauptsitz war in Fürth, später in Nürnberg) hatte auch in Landau eine Produktionsstätte. Leider existieren keine Informationen mehr, welche Geräte hier in Landau gefertigt wurden. Das Werk in Landau wurde 1981 geschlossen, im April 2004 musste der Grundig-Konzern Insolvenz anmelden.
Die Marke GRUNDIG ging an die türkische Firma Beko.
Ausgestellt sind ein Radioempfänger Modell 2012 (Baujahr ca. 1953) sowie ein Cassettenrecorder, Modell CN830, mehrere Magazine aus dieser Zeit mit Berichten über Grundig-Geräte sowie ein Bericht in der Landauer Zeitung über das Landauer Werk und ein Spiegelbericht über den Niedergang von Grundig. Ein Foto des Werkes ist ebenfalls zu sehen. Das Gebäude wird jetzt von der Firma Einhell genutzt.

Nachtrag

Diese Ausstellung erzeugte große Resonanz und es kamen in der Folge noch weitere Exponate und Informationen über das Werk Landau dazu. Zu sehen ist noch ein weiterer Rundfunkempfänger Modell 3068 sowie ein Tonbandgerät Modell TK5. Beide Radios wurden im Werk Landau gefertigt.

Hindenburglichter

Hindenburglichter

Diese einfachen Lichter wurden nach Paul von Hindenburg benannt, der im 1. Weltkrieg Generalfeldmarschall war und später zum zweiten Reichspräsidenten der Weimarer Republik gewählt wurde. Die Lichter dienten im ersten Weltkrieg vor allem in den Schützengräben zur Beleuchtung. Sie bestehen aus einem Gefäß aus fettgetränktem Papier, das mit Talg gefüllt ist und einen sehr breiten Docht hat. Auch im zweiten Weltkrieg wurden sie bei Verdunklungsanordnung als Beleuchtung verwendet.

Ein Nachfolger dieser Hindenburglichter („hibuli“) sind in unserer friedlichen Zeit die Teelichter.

Historische Waage

Historische Waage

Im Februar 2015 jährte sich zum 25. Mal der Todestag von Josef Ölhart. Er besaß einen Kramerladen und galt in Landau als Original. Er wurde 99 Jahre alt. Zur Erinnerung an Josef Ölhart und seinen Kramerladen wurde die Waage aus dem Kramerladen als Stück des Monats ausgewählt.

Das „Ölhart-Haus“ stand gleich neben dem Museum, heute ist dort ein Parkplatz. Das Haus wurde 1994 abgerissen.

Arthur Piechler

Arthur Piechler

Zum seinem 120. Geburtstag zeigt die Monatsausstellung im Heimatmuseum Erinnerungen an Arthur Piechler. Er wurde am 31.03.1896 in Magdeburg geboren. Im Jahre 1903 erwarb die Familie Piechler ein Haus in der Hauptstraße in Landau, dort erinnert heute eine Gedenktafel an den “berühmten Sohn der Stadt”.

Jugendkulturtage

Jugendkulturtage

Jugend im Rampenlicht – Vernissage im Landauer Heimatmuseum

Im Rahmen der Jugendkulturtage stellen auch dieses Jahr wieder junge Künstler aus dem Landkreis ihre Werke vor. Am Dienstag, den 6. März 2018 fand die Vernissage statt. Die Ausstellung kann noch am Donnerstag Nachmittag, Samstag und Sonntag von 14:00 Uhr bis 16:00 Uhr im Heimatmuseum besucht werden.
Vielen Dank an Sabrina Melis für die Fotos!

Marterl am Polenhölzl

Marterl am Polenhölzl

Am 24. September 2012 wurde im sogenannten „Polenhölzl“ bei Möding ein Marterl feierlich enthüllt. Es erinnert an den damals 22-jährigen polnischen Zwangsarbeiter Josef Berdzinski, der am 6. August 1941 an dieser Stelle ermordet wurde. Es handelt sich um eine Stele mit eine Bronzeplastik, die ein zerissenes Herz mit Stacheldraht darstellt. Am 23. November 2016 wurde eine Info-Tafel aufgestellt, die Besuchern die Geschichte und das Marterl näherbringt. (Fotos: Klaus Klobe)

Gedenkstätte am Polenhölzl

Gedenkstätte am Polenhölzl

Gedenkstätte bei Möding

Am Montag, 24. September 2012 wurde im sogenannten „Polenhölzl“ in der Nähe von Möding im Beisein von Landrat Heinrich Trapp, Bürgermeister Josef Brunner, dem polnischen Generalkonsul Aleksander Korybut-Woroniecki, dem Autor Thomas Muggenthaler und dem Förderer-Vorsitzenden Dr. Ludwig Husty ein Marterl feierlich enthüllt. Es erinnert an den damals 22-jährigen polnischen Zwangsarbeiter Josef Berdzinski, der am 6.August 1941 an dieser Stelle ermordet wurde.

Am 3.April 2012 hielt der BR-Redakteur und Autor Thomas Muggenthaler im Heimatmuseum eine Lesung, die unter dem Titel „Verbrechen Liebe“  Nazi-Verbrechen zum Thema hatte. Er schilderte dabei Schicksale von polnischen Zwangsarbeitern in Bayern, die Liebesbeziehungen zu deutschen Frauen hatten und deshalb von SS-Hinrichtungskommandos ohne Prozess gehängt, also ermordet wurden, während die Frauen ins KZ kamen. Auch in der Nähe von Landau geschah so ein Verbrechen.

Nach der Lesung hatten sich „Die Förderer“ spontan entschlossen, zur Erinnerung an diese Tat eine Gedenkstätte einzurichten. Dazu sollte eine Stele mit eine Bronzeplastik, ein zerissenes Herz mit Stacheldraht darstellend, am Ort des Verbrechens aufgestellt werden.

„Die Förderer“ danken Landrat Heinrich Trapp für die Unterstützung, Herrn Josef Paleczek für den Entwurf der Bronzeplastik, die von der Straubinger Gießerei Gugg ausgeführt wurde. Weiters Herrn Hans Störringer, der die Holzstele entworfen und gefertigt hat und Herrn Hubert Aigner für die Bereitstellung des Grundstücckes sowie dem Bauhof der Stadt Landau für die nötigen Arbeiten zur Aufstellung der Stele.

Simplicissimus

Beim Ausstellungsstück des Monats geht es um den

 

Simplicissimus
(deutsch: der Einfältige)

 

Der Simplicissimus war eine satirische Wochenzeitung, die vom 4.April 1896 bis 13.September 1944 erschien.
Der junge Verleger Albert Langen unter Beteiligung von Frank Wedekind zielte in der Zeitschrift auf die wilhelminische Politik, der bürgerlichen Moral, die Kirchen, die Beamten, Juristen und das Militär. Die bekanntesten Zeichner waren: Karl Arnold, Olaf Gulbransson, Wilhelm Schulz, Rudolf Wilke, Bruno Paul.

In der Redaktion arbeiteten Schriftsteller und Journalisten wie Frank Wedekind, Ludwig Thoma, Hermann Hesse, Bruno Frank, Peter Scher, Robert Walser, Erich Kästner, Arthur Schnitzler, Heinrich und Thomas Mann u. a. In den ersten Jahren gab es große Überschneidungen mit den Illustratoren der ebenfalls in München erschienenden Konkurrenzzeitschrift „Jugend“. Der Simplicissimus soll am 4.April 1896 mit einer sehr hohen Auflage gestartet sein. Die Rede ist von 300000 Exemplaren die jedoch weitgehend unverkauft blieben. Die hohe Startauflage war sicherlich eine PR-Strategie von Albert Langen der von Beginn an am Mythos seiner Zeitschrift arbeitete.

Für die ersten Jahrgänge betrug die Auflage wohl wenige 1000 Exemplaren. Zwar stiegen die Beliebtheit und damit der erzielte Umsatz der Zeitschrift rapide an, es dauerte aber lange, bis er für den Verlag profitabel wurde.

Die meisten festen Mitarbeiter der Zeitschrift kamen nicht aus Bayern. Der Zeichner Engl und besonders Ludwig Thoma sorgten jedoch dafür, dass ein bis dahin in der Schriftsprache nicht übliches bayerische Idiom typisch für die Zeitschrift wurde. Außerdem lebte vielen Witze von den Spannungen zwischen Preußen und Bayern, wobei die Sachsen regelmäßig die Dummen geben mussten.

Das Blatt wurde bald von mehreren Schicksalsschlägen getroffen. 1906 verließ Bruno Paul München, der Zeichner Engl starb 1907, es folgten die Publikumslieblinge Wilke und F. v. Reznicek und 1909 starb ebenfalls überraschend Albert Langen. Nach seinem Tod setzte Heine auf das Titelblatt die Unterschrift: „begründet von Albert Langen und Thomas Theodor Heine“, eine Zeile, die bis zu Heines Flucht ins Exil nur in wenigen Ausnahmefällen nicht gedruckt wurde. Wirtschaftlich prosperierte jedoch das nun und gültig als publizistische Macht der Opposition etablierte Blatt, das mit einer Beilage für Inserate auf bis zu 16 Seiten anwuchs.
Obwohl der Simplicissimus noch 1914 die zunehmende Militarisierung der Außenpolitik und der Fahrlässigkeit der Diplomatie scharf kritisiert hatte, gab die Redaktion mit dem Beginn des Ersten Weltkrieg im Rahmen der allgemeinen Kriegsbegeisterung ihre kritische Haltung auf.

Aus den Memoiren von Sinsheimer geht hervor:
„Ludwig Thoma, der Chefredakteur und mehr als das, kam ziemlich gebrochen zu dieser Sitzung und machte den unzweideutigen Vorschlag das Blatt eingehen zu lassen. Er war, wie die übergroße Mehrheit der Deutschen davon überzeugt, Deutschland sei überfallen worden und es sei ein Defensivkrieg und ein Krieg um seine Existenz den es zu führen habe und dem sich kein Deutscher entziehen kann. Ein bleiernes Schweigen folgte Thomas Worten. Da begann Th. Heine zu sprechen. Er sagte etwa , es sei falsch, zu glauben, die Zeit sei nun vorüber, vielmehr sei jetzt erst wieder und erst recht eine große Zeit für sie alle gekommen, wenn sie sich auf dem Boden der Tatsachen, nämlich des Krieges stellen und die Kriegspolitik unterstützen und sich zum bedingungslosen Patriotismus bekennen. Damit hatte Heine alle hinter sich. Auch Thoma stimmte zu und der Simplicissimus war gerettet. Mit der Ausrufung der Weimarer Republik war der Simplicissimus in der Regierungsform angekommen, für die er sich stark gemacht hatte. Von Beginn an wurden nun die Wirren der Formierung eines neuen Regierungssystems und das parteipolitisch Taktiererei gnadenlos bloßgestellt. Befremdlich wirkte der Hass, der in den Witzen über die alliierten Siegern insbesondere dem französischen Erbfeind entgegenschlägt. Während der Tage der Machtergreifung, in der Nacht vom 10. auf den 11. März verwüsteten die SA die Redaktionsräume. Nach massiver Bedrohung unterschrie-
ben am 23.März 1933 die Teilhaber eine Erklärung, dass das Blatt „künftig in streng nationalem Geist verwaltet und geführt“ werden solle. Die widerstandslose Gleichschaltung löste unter den Emigranten große Empörung aus. Am schärfsten hat dies Klaus Mann formuliert: Von allen im Dritten Reich gedruckten Widrigkeiten ist mir die „satirische“ Wochenschrift Simpl der widrigste“. Die folgenden zehn Jahre sind von braver Unterhaltung im Plauderton geprägt – die idyllische Lyrik wirkt Angesicht der Verhältnisse grotesk. Am 13. Sept.1944 wurde die Zeitschrift eingestellt.


Virginia Luque wieder zu Gast in Landau

Donnerstag, 3. August 2017

Konzert


Die spanische Gitarrenvirtuosin Virginia Luque gibt heuer wieder ein Konzert in der Friedhofskirche in Landau a. d. Isar. Die Musikerin, die bereits seit ihrem vierten Lebensjahr Gitarre spielt und im Alter von sieben Jahren ihr erstes Konzert gab, wurde schon mit zahlreichen nationalen und internationalen Preisen ausgezeichnet. Sie feiert sowohl als Solokünstlerin als auch in Symphonie-Orchestern weltweit Erfolge. Virginia Luque vereint die klassische Musik und den Flamenco im romantischen spanischen Stil und inspiriert das Publikum zum Eintauchen in Sommerträume. Mit musikalischem Feingefühl und hervorragender technischer Virtuosität werden die Zuhörer in ihren Bann gezogen. Freuen Sie sich auf einen wunderschönen Abend mit der Weltklasse-Künstlerin Virginia Luque.

Veranstaltungsort: Friedhofskirche in Landau a. d. Isar
Beginn: 20 Uhr
Karten zum Preis von 15 € pro Person ab 19 Uhr an der Abendkasse

Ausflug 2017 nach Augsburg

Die diesjährige Fördererfahrt, organisiert von Andreas Obermeier, führte die 34 köpfige Reisegruppe in die drittälteste deutsche Stadt nach Augsburg. Bei gutem Reisewetter, lediglich durch zwei Gewitterschauer unterbrochen, stand als erster Besichtigungspunkt das Staatliche Textil- und Industriemuseum „tim“ am Programm. 2010 eröffnet befindet es sich in einer Produktionshalle der ehemaligen Augsburger Kammgarn-Spinnerei im Augsburger Textilviertel. Im Rahmen von zwei Führungen wurden sowohl die geschichtlichen Zusammenhänge und Entwicklungen als auch die technischen Weiterentwicklungen bei der Herstellung von Textilien anschaulich erörtert. Besonderes Augenmerk der Dauerausstellung liegt neben der Entwicklung des Spinnens und Webens vor allem auf dem Bedrucken von Stoffen. Danach blieb noch die Möglichkeit, die Sonderausstellung „Glanz und Grauen, Mode im 3.Reich“ zu besichtigen. Im Rahmen der nachmittäglichen zweistündigen Stadtführung wurde u.a. das Rathaus mit dem beeindruckenden Goldenen Saal, die Anna- und die höchst bemerkenswert renovierte Moritzkirche sowie natürlich die Fuggerei, die älteste Sozialsiedlung Europas, besichtigt.

Juni 2017 Gebrüder Stoiber

Beim Ausstellungsstück des Monats geht es um das

 

Künstlerische Schaffen der Gebrüder Stoiber

 

Vor allem als Kirchenmaler unter der Bezeichnung „Kunstanstalt Landau“ waren die Gebrüder Rudolf, Ottmar und Karl Stoiber Anfang bis Mitte des 20. Jahrhunderts in der Region bekannt. Den überwiegenden Anteil hatte Karl Stoiber weil Rudolf und Ottmar im Krieg gefallen sind.

Ausgestellt sind Skizzen und Entwürfe für spätere Arbeiten in den Kirchen wie Malgersdorf und Aidenbach oder auch die Hauskapelle des früheren Landauer Krankenhauses. Weiters ist eine Sammlung von Rechnungen vorhanden aus denen hervorgeht, welche Materialien verwendet wurden oder wieviel für verschiedene Dienstleistungen bezahlt werden musste. Es ist auch eine Stromrechnung und eine Kaminkehrerrechnung dabei. Damit wird auch dokumentiert, welche Handwerker in Landau und Umgebung damals tätig waren. Diese Exponate sind schon länger im Besitz des Heimatmuseum.

In einer Vitrine sind aber noch weitere interessante Gegenstände ausgestellt die erst kürzlich von einer Nachfahrin der Stoibers dem Heimatmuseum überlassen wurden. Da gibt es eine Büste aus Gips, geschnitzte Löffel oder ein Stammtischschild mit einem originellen Spruch über „Häuslschleicher“ und „Hinterfotzigen“.


Gitarrenabend mit Augustin Wiedemann

Gitarrenabend Augustin Wiedemann

„Hommage – spanische, romantische und jazzige Gitarrenmusik“

Am Freitag, den 12.Mai, um 2o Uhr wird der in Deggendorf gebürtige und in München lebende Konzertgitarrist Augustin Wiedemann in der Landauer Friedhofskirche sein aktuelles Konzertprogramm präsentieren.

Augustin Wiedemann ist einer der international aktivsten deutschen Gitarristen. Er gewann bereits während seines Studiums am Mozarteum Salzburg den renommierten internationalen Gitarrenwettbewerb von Havanna/Kuba. Im selben Jahr wurde ihm der erstmals vergebene Kulturpreis der Stadt Deggendorf verliehen. Als Solist trat Augustin Wiedemann in den USA, Südkorea, Russland, Nordafrika, sowie in den meisten europäischen Ländern auf. Regelmäßig wird er als Juror zu wichtigen Gitarrenwettbewerben eingeladen (Concurso Andres Segovia Linares, Concorso Internazionale Mottola, Anna-Amalia-Wettbewerb Weimar etc.). Seit mehreren Jahren unterrichtet Augustin Wiedemann als Professor für Gitarre am Vorarlberger Landeskonservatorium in Österreich. Er nahm bisher 7 CDs, u.a. für Sony/BMG und wildner records, auf.

„Am Spiel von Augustin Wiedemann faszinierte alles“ (Westfälische Rundschau), „einer der profiliertesten Gitarristen der jüngeren Generation“ (Ruhr Nachrichten Dortmund), „brillanter Interpret“ (Classical Guitar, England) sind nur einige Auszüge aus den Pressestimmen über Augustin Wiedemann.

In seinem neuen Programm „Hommage“ trifft spanische Gitarrenmusik von Eduardo Sainz de la Maza auf jazzige Balkanklänge des Serben Dusan Bogdanovic. Spätromantische Werke des Südamerikaners Agustín Barrios werden Fernando Sors „Variationen über ein Thema von Mozart, op.9“ gegenübergestellt. Als Abschluss des äußerst abwechslungs-reichen Programms hat Augustin Wiedemann Walzer und Musette des Franzosen Roland Dyens ausgewählt.

Karten sind an der Abendkasse erhältlich. Einlass ist ab 19 Uhr.

Beginn: 20:00 Uhr in der Landauer Friedhofskirche.

Maerz 2017 Führerschein

Das Ausstellungsstück des Monats ist ein

 

Fahrschul-Modell Kfz Beleuchtung

 

Früher hatte man diese Geräte in den Fahrschulen. Den Fahrschülern konnten damit die verschiedenen Lichter an einem Kraftfahrzeug demonstriert werden. Dieses Stück wurde 1958 hergestellt und ist im Schulungsraum der Fahrschule Mendi in Landau gestanden.

Kleine Geschichte des Führerscheins.

Die erste Fahrerlaubnis in Deutschland wurde im Jahre 1888 für Carl Benz ausgestellt, dem Erfinder des Automobils. Für ganz Deutschland wurde die erste Fahrerlaubnis am 1. Mai 1909 ausgestellt und blieb in seinen wesentlichen Teilen gültig bis zum Erscheinen der EU-Fahrerlaubnis-Verordnung vom 1. Januar 1999. Die erste private Fahrschule wurde 1904 in Aschaffenburg eröffnet.

Das Reichsgesetz über den Verkehr mit Kraftfahrzeugen Vom 3.Mai 1909 brachte erstmals eine einheitliche rechtsverbindliche Regelung für das gesamte Deutsche Reich. In dieser ersten Reichs-Straßenverkehrsordnung wurden Verkehrsregeln definiert und die Höchstgeschwindigkeit für alle Fahrzeuge auf 15 km/h begrenzt. Der Ausstellung eines Führerscheines an eine Frau musste der Ehemann oder Vater zustimmen. In Leipzig erwarb 1909 eine Frau Amalie Hopper den ersten deutschen Führerschein als Frau. Es dauerte bis 1958 bevor sich Frauen unabhängig vom Einverständnis ihres Ehemanns oder Vaters in einer Fahrschule anmelden durften.

Die vier neuen eingeführten Führerscheinklassen waren:
Klasse 1 für Krafträder
Klasse 2 für Kraftfahrzeuge über 2,5 Tonnen zulässigen Gesamtgewicht
Klasse 3 a und 3 b galten für Kraftwagen bis 2,5 Tonnen mit Zehn oder mehr Steuer–PS

Das Mindestalter für eine Fahrerlaubnis betrug 18 Jahre; Geburtsurkunde und Gesundheitszeugnis sowie Foto waren Voraussetzung für die Beantragung einer Fahrerlaubnis. Allerdings beschränkte sich die Prüfung in manchen Fällen darauf, dass der Prüfling vor dem Fahrprüfer hin und her fuhr und eine Frage beantwortete, z. B. was bei Dunkelheit zu tun sei, nämlich die Karbidlampen anzuzünden.

Durch Verordnung vom 3. Februar 1933 wurde der Führerschein Klasse IV, der zum Führen eines Vierrad – Fahrzeuges mit bis zu 400 cm³ Hubraum und 35 kg Gewicht berechtigte.

Die Klassen III a und III b wurden zur Klasse III zusammengelegt.

Mit Erlass der StVZO vom 13. November 1937 wurde – mit Übergangsfrist bis 30. September 1938 – der Führerschein IV auch für Kraftfahrzeuge bis 250 cm³ Hubraum und solche bis zur Höchstgeschwindigkeit von 20 km/h, z. B. Traktoren gültig. Das Mindestalter für den Führerschein lag beim vollendeten sechzehnten Lebensjahr. Damit durfte man später auch das 250er- Goggomobil und die 250er- Isetta fahren.

In Westdeutschland wurde in der Nachkriegszeit das zulässige Gesamtgewicht in der Klasse 3 auf 7,5 Tonnen heraufgesetzt. Im Jahre 1954 wurde erstmals zur Überprüfung der Fahreignung die MPU per Verordnung geregelt.
1960 wurde der Führerschein um die Klasse V („Fahrräder mit Hilfsmotor“) erweitert. Am 1. April 1986 wurde der rosafarbene Führerschein mit der Aufschrift „Modell der Europäischen Gemeinschaften“ eingeführt..


Januar 2017 Sammelalben

Das Ausstellungsstück des Monats sind

 

Sammelalben

Stollwerck–Bilder sind seit ihrer Entstehung um 1840 bis heute begehrte Sammelobjekte. Die Idee, Bilder zur Verkaufsförderung von Ware in Deutschland einzusetzten, geht auf Franz Stollwerck (1815 – 1876) zurück, der bereits ab 1840 „Bilder–Chocolade“ oder „Photographie–Chogolade“ produzierte. Es kann angenommen werden, dass Franz Stollwerck während seiner Gesellenzeit in Kaufhaus „Au bon marché“ inspiriert wurde, das den Kunden nach dem Einkauf Bildpräsente übergab, die auf der Rückseite einen Kalender und Firmenwerbung trugen und sie zum Wiederkauft motivieren sollten. Die Kundschaft war von dieser Idee derart begeistert, dass Aristide Boucicaut, der Inhaber des Kaufhauses, die Herausgabe von Bilderserien veranlasste.

1898 wurde nach einen Preisausschreiben über Reklamekunst das erste Sammelalbum mit dem Titel „Stollwerck’s Sammel-Album No. 1“ heraus gegeben. Das Sammelalbum wurde im Kleinformat 23,5 X29 cm sowie Großformat 26 x 37 cm produziert.

Die Sammelbilder dieser Zeit boten eine bunte Vielfalt an Themen und Motiven. Es erschienen zahlreiche Serien mit Darstellungen zu Märchen und Sagen, fernen Ländern, Landschaften, Pflanzen und Tieren, historischen Themen sowie Sport, Spiel und Zirkus.

Die ersten Liebigbilder erschienen um 1875 in Paris als Beilage zu den Produktpackungen von Liebigs Fleischextrakt. Unterstützt von eigens dafür angebotenen Sammelalben setzte um 1890 das systematische Sammeln der Bilder ein. Neben vielen anderen Themen beschäftigten sich die Bilderserien mit geografischen, naturkundlichen und geschichtlichen Themen und vermittelten, unterstützt durch erklärende Texte und eine ansprechende Gestaltung, Vorstellungen über die Welt außerhalb des eigenen Erfahrungs-Horizonts.


Ihren Höhepunkt sahen die Sammelbilder in der Zeit zwischen 1900 und 1910. Billigere Drucktechniken führten schließlich zu einem unter dem Begriff „Zigarettenbild.“ verbreiteten Massenprodukt. Auch bei den zugehörigen Alben setzte ein Wandel von den vorher üblichen Einsteckalben hin zu Einklebealben ein. Zudem waren die Alben jetzt einer bestimmten Thematik gewidmet.

Neben Sportalben aller Art waren zum Beispiel Film u. Schauspieler, Mode , Natur, Flaggen und Uniformen, Technik u. Verkehr, der Weltkrieg, aber auch Volkstracht u. Volkslieder Gegenstand des Sammelns.

Der Trend setzte sich in den 1930er Jahren fort. Sammelalben waren jetzt häufig mit viel Text versehen und sehr günstig (Preise um 1 Reichsmark) zu haben. Die Auflagen der Alben gingen in die Millionen, die Bilder sogar in die Milliarden. Beispiele sind der „Moden-Almanach“ und das „Volkstrachten“–Album von Haus Neuerburg sowie die vom Cigaretten-Bilderdienst Hamburg-Bahrenfeld(Reemtsma) herausgegebene Alben „Aus Wald und Flur – Tiere unserer Heimat“ und „Märchen der Völker“, letzteres künstlerisch wertvoll, 1939 aus dem Verkehr gezogen und durch „Deutsche Märchen“ ersetzt.

In den frühen 1950er Jahren gab es populäre länderkundliche Sammelalben der Margarine–Union AG Hamburg mit den berühmten „Sanella- Bildern“. Ähnlich wurden von der Fa. Peter Kölln KGaA, Elmshorn, Haferflocken Bilder den einzelnen Haferflockenpackungen beigefügt. Auch der Teigwaren-Hersteller Birkel hatte Sammelbilder zu den Themen „Steinzeit“ und „Zukunftstechnik“ im Programm. Die Alben hierzu waren käuflich zu erwerben.

Von 1965 bis 1980 waren die Papiertütchen mit je zwei oder drei selbstklebenden Bildern (5,5 x 7,5 cm) zu 10 Pfennig der Münchner Firma America sehr verbreitet, es gab mindestens 50 verschiedene
Reihen.

1979 dann drängte der Panini Verlag aus Nettetal (seit 1970 mit einzelten Alben in Deutschland vertreten) immer mehr auf dem Markt und brachte sein erstes Bundesliga-Album heraus, Ab 1984 waren nahezu alle anderen Sammelbilder – Verlage vom Markt verdrängt. Zum Sortiment von Panini gehörten Sticker zur Fußball- Bundesliga, Fußball-Weltmeisterschaften oder Europameisterschaften sowie aus
Filmen Superhelden-Comics und Disney.

Ab 1989 gab es auch Alben der Firma Tops, die unter der Marke Merlin vertrieben werden. Diese Firma setzt auf ihre Zugpferde Star Wars, Herr der Ringe, Pokémon und Yu-Gi-Oh und ab 2009 auf die Vermarktung der Sammelbilder-Rechte an der Fußball-Bundesliga.

Dies ist ein Auszug aus Wikipedia: Sammelalben…ganzen Beitrag ansehen

 

Ausstellungsstücke:

  • 1. Deutsche Volks- Trachten ca. um 1935 (Zuban – Cigarettenfabrik AG. München)
  • 2. Auf Deutscher Scholle ca. 1933 (Zigaretten – Bilderdienst)
  • 3. Aus Wald und Flur 1939 (Zigaretten – Bilderdienst)
  • 4. Bunte Vögel aus aller Welt ca. 1934 Teil 1 und Teil 2 (Zigarettenbilder – Zentrale Kosmos Memmingen)
  • 5. Aus Deutschlands Vogelwelt 1936 (Zigaretten- Bilderdienst)
  • 6. Deutsche Heimat ca. 1932 (Cigaretten–Fabrik Garbaty)
  • 7. Die Welt in Bildern 1930 (Tabak und Cigarettenfabrik „Sulima“ Dresden)
  • 8. Die Welt in Bildern 1930 (Orientalische Tabak- und Cigarettenfabrik „Yenidze“ Dresden)
  • 9. Aus Deutschlands Vogelwelt (Reemtsma – Cigarettenfabrik ca. 1935)
  • 10. Wunder der Tierwelt Säugetiere ca. 1934 (Reemtsma – Cigarettenfabrik Altona – Bahrenfeld)
  • 11. Reklamemarken im eigenen Album 2 Stück 1913
  • 12. Landschaften, Tiere im eigenen Album ca.1912
  • 13. Die Vögel der Heimat von 1952 (Vogelschutzwarte)
  • 14. Schelme und Narren von 1953 (Holsteinschen Margarinewerk)
  • 15. Das Land Bayern von 1958 (Herausgegeben von der Bay. Landeszentrale für Heimatdienst)
  • 16. Was wächst und blüht von 1963 (Birkel – Nudel – Werk)
  • 17. Die Fußball – Saison 1965 / 66 Bundesliga
  • 18. Gefiederte Freunde von 1976 (Vogelschutzwarte)
  • 19. Birds und Their Young (The Imperial Tobacco)

„Wenn`’s weihrazt“

Mittwoch, 14. Dezember 2015

Lesung

„“Wenn´s weihrazt” – Lesung mit Karl-Heinz Reimeier“

„Genau a so is` gwen“ – „Die Geschichte ist wirklich wahr!“ So oder ähnlich enden die meisten der Geschichten, welche den Gewährsleuten entweder durch Erzählungen bekannt sind oder die sie vielleicht sogar am eigenen Leib erlebt haben. Nur – und das ist das Rätselhafte an diesen „Weihraz- oder Spukgeschichten“, – eine schlüssige Erklärung hat noch keiner gefunden. Seit der Kindheit oder Jugendzeit tragen Menschen ihre Erlebnisse mit sich, Jahrzehnte lang, ein Leben lang. Manche können mit diesen unerklärlichen Erlebnissen entspannt umgehen, sie erzählen gerne davon. Andere wiederum tragen sie gleichsam verborgen mit sich, um in entsprechenden Situationen oder Gesprächen schmerzlich daran erinnert zu werden.

Seit gut vier Jahrzehnten ist Karl-Heinz Reimeier diesen Geschichten auf der Spur, Am interessantesten: die Menschen hinter den Geschichten, ihr Umfeld, ihre Erziehung, ihre Ängste, ihre Lebensbewältigung…

Cactus Buchladen und “Die Förderer” laden zu diesem Abend ein

Beginn: 19:30 Uhr, Veranstaltungsort: Cactus Buchladen, Ludwigstraße 9
94405 Landau an der Isar

Karten gibt es nur im Vorverkauf im Cactus Buchladen 09951-6844 oder cactusbuchladen@t-online.

Historische Heimatblätter 2016 – org

 

Georg Haas (rechts)übergibt ein druckfrisches Exemplar an den Autor und zuküftigen Schriftleiter Manfred Niedl

Am Dienstag, den 8. November wurden vom langjährigen Schriftleiter Georg Haas im Herzogssaal des Kastenhofes das
32. Historische Heimatblatt präsentiert.
Autoren sind Stadtarchivar Manfred Niedl mit seinem Beitrag
„Leinenhemd und Lederhose – Zur Geschichte der Tracht in Landau und
Umgebung“
und der Kreisheimatpfleger im Landkreis Straubing-Bogen, Hans Neueder, mit
dem Aufsatz „Josef Ried – ein vergessener Landkreis-Pfarrer und
unbekannter Schriftsteller“.Das Heft kann im Heimatmuseum erworben werden und wird auch auf dem
Christkindlmarkt am dritten Adventwochenende angeboten.

 

Historische Heimatblätter 2016


Georg Haas (rechts) übergibt ein druckfrisches Exemplar an den Autor und zuküftigen Schriftleiter Manfred Niedl

Am Dienstag, den 8. November wurden vom langjährigen Schriftleiter Georg Haas im Herzogssaal des Kastenhofes der
32. Band der Historischen Heimatblätter präsentiert.
Autoren sind Stadtarchivar Manfred Niedl mit seinem Beitrag
„Leinenhemd und Lederhose – Zur Geschichte der Tracht in Landau und
Umgebung“
und der Kreisheimatpfleger im Landkreis Straubing-Bogen, Hans Neueder, mit
dem Aufsatz „Josef Ried – ein vergessener Landkreis-Pfarrer und
unbekannter Schriftsteller“.
Das Heft kann im Heimatmuseum erworben werden und wird auch auf dem
Christkindlmarkt vom 9. bis 11. Dezember angeboten.

 

 

Lesung mit Jan-Philipp Sendker

Montag, 7. November 2016

Cactus Buchladen und “Die Förderer” laden ein:

“Am anderen Ende der Nacht”

Lesung mit Jan-Philipp Sendker

Eine bewegende Geschichte über die Macht der Liebe, die Angst vor Verlust und die Kraft der Menschlichkeit.

Auf einer Chinareise erleben Paul und Christine einen Albtraum: Ihr vierjähriger Sohn wird entführt. Zwar gelangt David durch glückliche Umstände wieder zu ihnen, doch die Entführer geben nicht auf. Der einzig sichere Ort für die Familie ist die amerikanische Botschaft in Peking. Aber Bahnhöfe, Straßen und Flughäfen werden überwacht. Ohne Hilfe haben sie keine Chance, dorthin zu gelangen. Wer ist bereit, ihnen Unterschlupf zu gewähren und dabei sein Leben aufs Spiel zu setzen? Wem können sie trauen?

Am anderen Ende der Nacht erzählt von Menschen, die nicht mehr viel zu verlieren haben und sich gerade deshalb ihre Menschlichkeit bewahren.

Jan-Philipp Sendker, geboren in Hamburg, war viele Jahre Amerika- und Asien-Korrespondent des Stern. Er lebt mit seiner Familie in Potsdam. Seine Romane sind in mehr als 30 Sprachen übersetzt. Mit weltweit über 3 Millionen verkauften Büchern ist er einer der aktuell erfolgreichsten deutschsprachigen Autoren.

Karten im Cactus Buchladen 09951-6844 info@cactus-buchladen@t-online.de

Beginn: 19:30 Uhr im Herzogsaal im Kastenhof.