Heimatmuseum Landau – Die Förderer e.V.

Der 1911 gegründete Verein „Die Förderer“ gehört zu den ältesten Vereinen der Stadt Landau. Seit 1958 betreut der Verein auch das Landauer Heimatmuseum, in dem neben der ständigen Museumssammlung themenbezogene Sonderausstellungen sowie zahlreiche Kulturveranstaltungen im Dachboden des Heimatmuseums durchgeführt werden. Die Mitglieder des Vereins treffen sich in der Regel einmal im Monat (Förderertreff) zum Gedankenaustausch und zur Vorbereitung unterschiedlichster Vereinsaktivitäten. Interessierte an der Landauer Heimatgeschichte sind dazu herzlich eingeladen.

Öffnungszeiten:

vom 1. Mai bis 15. Oktober:
Donnerstag: 10 bis 12 Uhr
Samstag: 14 bis 16 Uhr
Sonn-/Feiertag: 14 bis 17 Uhr

vom 16. Oktober bis 30. April:
Donnerstag: 10 bis 12 Uhr
Sonn-/Feiertag: 14 bis 16 Uhr

sowie nach Vereinbarung.
Bei Veranstaltungen und Sonder-
ausstellungen sind abweichende
Öffnungszeiten möglich.

Kategorie: Fördererfahrt

  • Förderer-Exkursion nach St. Antoni im Vilstal

    An die 35 an unserer näheren Heimat interessierten Wanderer fanden sich in Haunersdorf ein , um sich mit Nik Söltl auf den Weg zu der einst im Nahbereich sehr beliebten Wallfahrtskirche „St. Antoni am Weissenberg“ zu machen. So  wird die Lage der spätbarocken Wallfahrtsstätte in alten Lageplänen und  Baubeschreibungen bezeichnet.

    Der Haunersdorfer „Guide“ Hermann Klarhauser führte die Gruppe auf historischen Kirchfahrts- und Prozessionswegen zum nahen Ziel. Es ging ein Stück am „Prangerweg“ lang, ein Stück am St. Antoni-Graben entlang, eine kleine Strecke auf dem Bockerlradweg und schließlich am „Rosenkranzweg“ (Schmerzhafter Rosenkranz“ hinauf zum idyllisch gelegenen Wallfahrtskirchlein.

    Vor Ort erzählte Nik Söltl  in mehreren authentischen Legenden aus dem turbulenten Leben des Volksheiligen St. Anton von Padua. Im Kirchlein selber konnte die bildhafte Umsetzung der überlieferten Wundertaten St. Antons nachvollzogen werden. Er ist heutzutage für viele Berufsgruppen und Bevölkerungsschichten ein verlässlicher Helfer in schwierigen Lebenslagen , besonders für jene Zeitgenossen, die „hudlert“ und „ruaschert“ sind und in ihrer Hektik gerne wichtige Sachen verlegen und nicht mehr finden. „O heiliger St. Anton, du kreuzbraver Mo, führ mi dahi‘, wo mei (Schlüssel) sei‘ ko‘!“, so heißt es im Volksglauben. 

    Auch die Schwierigkeiten des seinerzeitigen Haunersdorfer Pfarrers Ferdinand Sebastian Wischlburger, dem Erbauer des sehenswerten Kirchleins nach wundertätiger Hilfe des hl. Antons, mit dem Bischof  von Passau kamen zur Sprache. Der Bischof sträubte sich anfangs, den Altar zu weihen und Messfeiern in St. Antoni zuzulassen.

    Pfarrer Wischlburger schrieb an die höhere Stelle, dass dort bereits vorher eine Kapelle stand und dass alljährlich an die 150 „altenöttischen kirchfahrten“ auf ihrem Pilgerweg durch das Vilstal hier Station machten.

    Nach der Besichtigung des im reichen Barockstil gehaltenen Kircheninnenraums machte man sich bei launischen Aprilwetter, inclusive eines Regenbogens, auf den Rückweg.  Am Haunersdorfer „Bürgerhaus“ erwartete Simbachs Bürgermeister Herbert Sporrer die Wandergruppe. Förderer-Vorstand Dr. Ludwig Husty stellte die Landauer Förderer kurz vor und bedankte sich für die Bereitschaft des Bürgermeisters,  der interessierten Gruppe das vorbildlich restaurierte Bürgerhaus, das aus einem ehemaligen Dorfwirtshaus entstanden ist, zu zeigen.

    Ein Teil der Wandergruppe der Landauer Förderer vor dem Haunersdorfer Bürgerhaus, mit Bürgermeister   Herbert Sporrer, Dr. Ludwig Husty und Nik Söltl in der Bildmitte.

  • Fahrt zum Geschichtsboden

    Am Samstag 30.07. machte sich eine Gruppe der “ Förderer Heimatmuseum Landau“ auf, das Museum „Der neue Geschichtsboden“ zu besuchen.
    Schon der Name des Museums regte die Neugier der Teilnehmer an. Die Fahrt ging nach Vatersdorf bei Buch am Erlbach.
    Der Initiator des Museums Herr Hans Schneider ist ein fanatischer Sammler und Chronist,  und seine akribisch zusammengetragenen „Hofgeschichten“ stellen eine historische Abbildung des gesamten Landstrichs dar, die in Detail und Umfang in der Regionalforschung einmalig ist.
    Das alles ist verstaut in 1600 prall gefüllten Ordner, in 1300 Publikationen und in mehr als einer Million Bildern , und  hat nach langer Suche einen  Platz gefunden im „DACHBODEN“  des Gebäudes der Kastulus-Bader-Stiftung. 
    Die Förderer haben einen Termin vereinbart und werden von Hans Schneider persönlich empfangen. Der Ideengeber und Sammler ist neben dem Museum die eigentliche Sensation . Sein Wissen über die Region scheint unendlich und er ist ein phantastischer Erzähler. Er erzählt von der langen Suche nach einem Gebäude für seine Sammlung, von der Großzügigkeit des Stifters Kastulus Bader,von der Zeituhr und, daß bei ihm hat jeder Gegenstand im Museum seine eigene Geschichte haben muß. Diese Gegenstände hängen u.a. auch über den Köpfen der Besucher vom Dachstuhl herab und die ebenso frei im Raum hängenden Tablets ermöglichen Streifzüge durch die Sammlung mit seinen Geschichten. Die Gruppe war fasziniert und total begeistert.
    Einen Besuch kann man nur sehr empfehlen und die Förderer werden sicher wieder einmal dem Museum und Herrn Schneider einen Besuch abstatten.    


  • Stadtführung

    mit Manfred Niedl

    Am Dienstag, den 15. Mai 2018 trafen sich die Förderer zu ihrem monatlichen Treffen. Auf der Tagesordnung stand eine Stadtführung mit Manfred Niedl, der stadtprägende Gebäude vorstellte und die neue Beschilderung erklärte.

    Seit März 2018 wurden zwölf Gebäude mit Informationstafeln versehen, darunter historische Gebäude im Eigentum der Stadt Landau, Kirchen und das Heimatmuseum. Anhand der Tafel am Heimatmuseum erklärte Stadtarchivar Manfred Niedl den Aufbau dieser Tafeln. Für die Beschreibungen der Gebäude wurden die Beschreibungen vom Landesamt für Denkmalpflege übernommen, das Design zeigt das Stadtwappen und die rote Welle der Corporate Identity der Stadt Landau. Geplant ist, zwölf weitere Gebäude mit Infotafeln zu versehen.

    In der unmittelbaren Nähe des Heimatmuseums befand sich früher ein historisches Geschäftshaus, das sogenannte Ölhard-Haus. Der Abriss hinterließ eine Lücke. Für das Kanzler-Haus ist nachgewiesen, dass dort bereits in der Mitte des 17. Jahrhunderts eine Brauerei bestand.

    Weitere Gebäude, deren Geschichte vorgestellt wurde waren die frühere Knabenschule, in der heute die Montessori-Schule untergebracht ist, das Gerhardinger-Haus, das frühere Landratsamt am Marienplatz sowie das Rathaus. Das aktuelle Rathaus, das 1950 fertig gestellt wurde, ist mindestens das dritte Rathaus, das an dieser Stelle steht. Nach dem Brand von 1743 wurde das an dieser Stelle befindliche Rathaus wieder aufgebaut, das 1945 durch den Beschuss der Amerikaner zerstört wurde. Im Keller des heutigen Rathauses befand sich früher eine öffentliche Badeanstalt, ein so genanntes „Tröpferlbad“.

    Die Geschichte meinte es mit Landau nicht immer gut, im Rahmen des österreichischen Erbfolgekrieges nahm die Stadt großen Schaden und erholte sich lange Zeit nicht davon. Manfred Niedl zitierte den Reformer und Aufklärer Josef von Hazzi, der um 1800 über die Stadt schrieb: „Nun nach Landau, wo man mir schon voraus sagte, dass man wegen des schlechten Wegs das Halsbrechen riskiert. Die Stadt ist am Berg hingelehnt, schlecht gebaut … Man findet nicht einmal ein ordentliches Wirtshaus, überall Schmutz und Elend. Landau besteht meist aus Bettlern, selbst die 13 Brauer sind nicht in guten Umständen. Seit dem Krieg von 1742 kann sich Landau nicht mehr erholen.“

    Am Oberen Stadtplatz fanden neben dem Kastenhof mit Kastnerhaus das Wegmann-Haus, das Weiße Rößl, die Stadtapotheke, die 1803 als erste und lange Zeit einzige Apotheke in Landau gegründet wurde, das frühere Kaufhaus Zinner / Angstl und  das Haus des Hufschmieds Anton Zettl Erwähnung. In der Gaststätte „Zum Oberen Krieger“, die seit dem Jahr 1677 als Gaststätte urkundlich belegt ist, beendete Manfred Niedl den äußerst interessanten und informativen Rundgang.


  • Ausflug 2017 nach Augsburg

    Die diesjährige Fördererfahrt, organisiert von Andreas Obermeier, führte die 34 köpfige Reisegruppe in die drittälteste deutsche Stadt nach Augsburg. Bei gutem Reisewetter, lediglich durch zwei Gewitterschauer unterbrochen, stand als erster Besichtigungspunkt das Staatliche Textil- und Industriemuseum „tim“ am Programm. 2010 eröffnet befindet es sich in einer Produktionshalle der ehemaligen Augsburger Kammgarn-Spinnerei im Augsburger Textilviertel. Im Rahmen von zwei Führungen wurden sowohl die geschichtlichen Zusammenhänge und Entwicklungen als auch die technischen Weiterentwicklungen bei der Herstellung von Textilien anschaulich erörtert. Besonderes Augenmerk der Dauerausstellung liegt neben der Entwicklung des Spinnens und Webens vor allem auf dem Bedrucken von Stoffen. Danach blieb noch die Möglichkeit, die Sonderausstellung „Glanz und Grauen, Mode im 3.Reich“ zu besichtigen. Im Rahmen der nachmittäglichen zweistündigen Stadtführung wurde u.a. das Rathaus mit dem beeindruckenden Goldenen Saal, die Anna- und die höchst bemerkenswert renovierte Moritzkirche sowie natürlich die Fuggerei, die älteste Sozialsiedlung Europas, besichtigt.


  • Reise in die deutsche Vergangenheit

    Gelungener Ausflug des Vereins „Die Förderer“ nach Nürnberg.

    „Wenn Engel reisen, strahlt die Sonne“ Dies galt ganz besonders für die Fahrt des Vereins „Die Förderer e.V.“ nach Nürnberg am letzten Sonntag. Während es in Niederbayern weitgehend trüb blieb, herrschte in Nürnberg strahlender Sonnenschein. So wollte das Wetter gar nicht so sehr zu dem trüben Kapitel der deutschen Geschichte passen, welches als erstes auf dem Programm stand. Erstes Ziel war nämlich das Reichsparteitagsgelände am Dutzendteich mit dem dortigen Dokumentationszentrum, welches sich mit der dunklen Vergangenheit der Stadt auseinandersetzt. Die Ausstellung „Faszination und Gewalt“ zeichnet ein Bild der Stadt als einem Ort der Opfer und vor allem der Täter. Mit einem neuen museumspädagogischen Konzept ist es gelungen, den Nachgeborenen einen nachhaltigen Eindruck der damaligen Ereignisse zu vermitteln. Mit diesem Dokumentationszentrum wurde ein Teil der sog. Kongresshalle, einem Monumentalbau jener Zeit, einer vernünftigen Nutzung zugeführt, wohingegen andere denkmalgeschützte Überreste dieses Geländes schwer auf der Tasche des Steuerzahlers lasten, weil man sie für Millionenbeträge erhalten bzw. sanieren muss.

    Nach dieser schweren Kost freute man sich darauf, in der Innenstadt Nürnberger Bratwürste zu genießen, wo zur Überraschung aller reges Treiben auf den Straßen herrschte, da an diesem Wochenende in Nürnberg im Rahmen der Offenen Tür viele Einrichtungen und Institutionen für die Allgemeinheit geöffnet hatten. So verging die Zeit viel zu schnell, denn um 17:00 Uhr traf man sich auf dem Johannisfriedhof zur Heimfahrt. Dieser uralte und äußerst sehenswerte Friedhof im Nordosten der Stadt nicht weit außerhalb der ehemaligen Stadtmauer beeindruckte sehr. Wer auf Dürers Spuren unterwegs ist, landet unweigerlich hier: vor der schlichten Steinplatte seines Grabmals. Auch auf andere berühmte Namen stößt der Besucher: Veit Stoß, Martin Behaim, der Philosoph Ludwig Feuerbach oder William Wilson, der Lokomotivführer der ersten deutschen Eisenbahn, die 1835 zwischen Nürnberg und Fürth ihren Betrieb aufnahm. Eng liegen die schlichten Grabplatten aneinander, so dass es manchmal schwer ist, ein bestimmtes Grab zu finden.

    Pünktlich trafen sich schließlich alle Ausflugsteilnehmer, und nach einem letzten Andenkenfoto machte man sich wieder auf die Heimfahrt. Der Vereinsvorstand der Förderer Dr. Ludwig Husty dankte im Bus den Organisatoren dieser Fahrt Andreas Obermeier und Edith Steghafner für diesen äußerst gelungenen Ausflug in die deutsche Geschichte.


  • Fördererausflug zur Landesausstellung „Wir sind Kaiser“

    Ziel der diesjährigen Fahrt war die Landesausstellung 2014 des Hauses der Bayerischen
    Geschichte „Ludwig der Bayer – Wir sind Kaiser“.

    Bestens vorbereitet wurde die Reise von der stellvertretenden Vorsitzenden Christine Gerhaher, sowie Andreas Obermeier und Georg Haas. Nach einem Besuch des kurzweiligen und unglaublich informativen Einführungsfilms mit 3D-Animation über Regensburg und seine Kathedrale in St. Ulrich wurde der großen Reisegruppe im Rahmen von zwei Führungen der Aufstieg Ludwig IV. des Bayern zum Kaiser des Deutschen und Römischen Reiches anschaulich nähergebracht.

    Trotz der geballten Information aus dem Haus der Bayerischen Geschichte zu diesem bedeutenden und oftmals verkannten Herrschers des beginnenden 14. Jahrhunderts konnte in den ausführlichen und verständlichen Führungen die wichtigsten Stationen des Lebens dieser bedeutenden Figur der Bayerischen Geschichte wie z. B. der Streit des Kaisers mit dem damaligen Papst in Avignon anschaulich und nachhaltig vermittelt werden.

    Der bei schönstem Herbstwetter durchgeführte Fördererausflug klang mit einem Besuch auf der Wallhalle mit herrlichem Blick in die Weiten des Donautals aus.


  • Ausflug der Förderer

    Der diesjährige Ausflug von „Die Förderer“ fand am 12.Oktober 2013 statt. Ziel war das Emerenz-Meier-Haus in Schiefweg/Waldkirchen. Dieses Museum widmet sich sowohl dem Leben der Dichterin Emerenz Meier als auch der Situation der Auswanderer aus dem Bayer- und Böhmerwald, die Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts in der neuen Welt ihr Glück suchten.